November 11, 2013

Meine Südtirolwoche I Der Törggelenabend

Ankunfttag. Nach 3 1/2 Stunden Fahrt mit einigen kleinen Pausen ("Schatz, ich brauch jetzt dringend einen Kaffee", "Mama, i muss Bisiiiiiiii") kommen wir am Oberraindlhof im Schnalstal/Südtirol an. Auf den ersten Blick sehen wir ein uraltes Haus mit dunklem verwittertem Holz, das am Ende einer sehr steilen Straße steht. Genial! Genau sowas brauchen wir jetzt! Auf den zweiten Blick entdecken wir aber noch das Nebengebäude und alles scheint wirklich sehr wohnlich und gastfreundlich zu sein. Wir treten also ein in dieses schnuckelige alte Häuschen, was früher mal ein Bauernhof gewesen sein muss, setzen uns an die Bar, bestellen Cappuchino und Wein und "verhaften" den Herrn des Hauses gleich mal zu einem kleinen Schwätzchen. So muss Urlaub beginnen!

Dann folgt alles, was man eben so tut am Anreisetag. Koffer auspacken, Haus erkunden, mit dem Hund eine Runde laufen, saunieren, duschen UND essen (ganz wichtig!).
Heute ist ein besonderer Abend, denn alles steht unter dem Motto Törggelen. Der Ausdruck kommt von der Torggel, das ist die Weinpresse. Früher hat man nach der Weinlese ein Fest veranstaltet - sozusagen als Abschluss und als Dank an alle Helfer. Dabei werden dann südtiroler Köstlichkeiten serviert, wie Kastanien, Nüsse, Speck usw.

 
Unsere "Chefin" macht das Ganze mit einer Feuertonne und Lochpfanne, in der sie die Kastanien röstet äußerst romantisch. Der Sußer rinnt die Kehle runter und alle sind entspannt und plaudern. Das alles hätte mich ja schon absolut zufrieden gestellt aber es kam noch besser: dreierlei Sorten Knödel mit oder ohne Suppe, jede Menge Salate als Vorspeise und zur Hauptspeise eine wunderbare Schweinshaxe mit Ofenkartoffel. Beim Nachtisch sind wir zerst noch etwas skeptisch, ob "Südtiroler Schneemilch" wirklich so grandios ist, wie vorhergesagt. Ja, sie ist es. Von den Zutaten her wirklich nix ausgefallenes aber oberlecker. Wird sofort notiert für das diesjährige Weihnachtsdessert.

Alle sind satt und zufrieden. Die Stubenmusik beginnt, da darf ein kleines Verdauungstänzchen nicht fehlen (ich musste durfte mit dem Chef einen Boarischen tanzen).



Wir sind alle fast erschlagen von diesem sehr gelungenen ersten Urlaubstag und fallen einfach nur ins Bett.
Wenn der Urlaub so weitergeht wie er angefangen hat, wird er ein voller Erfolg, so viel steht fest.

Herzallgäuerliebste Grüße

Carmen

Kommentare:

  1. ...nur 3 1/2 Stunden nach Südtirol - hach...traumhaften Urlaub wünscht Simone aus Rostock!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Simone,
      dafür brauchen wir 12 Stunden nach Dänemark.......der Urlaub war wunderschön, wie Du in den nächsten Tagen noch sehen kannst.....
      herzallgäuerliebste Grüße
      Carmen

      Löschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar!
Herzallgäuerliebste Grüße