November 13, 2013

Meine Südtirolwoche I Die Churburg

Der zweite "richtige" Urlaubstag. Der obligatorische Besuch bei Ötzi ist vollbracht (also nicht wirklich, denn der echte ist in Bozen aber der archeoparc ist auf jeden Fall sehenswert). Also was tun? Das Wetter lädt nicht wirklich zum Wandern ein und den ganzen Tag ins Hallenbad liegen schwebt den werten Eltern nicht gerade vor. Was macht der liebe Tourist? Er frägt die Hotelbesitzerin: "Elisabeth, was könnten wir heute machen"? Nach kurzem Überlegen wird klar: wir fahren nach Schluderns auf die Churburg. Unser kleinster Ritter ist begeistert und reitet gleich los.

Nach kurzen Unstimmigkeiten über die Strecke ("Schatz, wo müssen wir nochmal hin, nach Schlanders oder Schluderns?" - "Hä? Schlanders, Schluderns? Hört sich ja alles gleich an, weiß nicht mehr genau" - "Aber Du hast doch mit Elisabeth gerade erst gesprochen, das musst Du doch wissen" - "Nö, ich weiß es halt nicht mehr, jetzt fahr ´mer einfach mal, wird scho passen") erreichen wir zu guter Letzt die strahlend weiße Festung, welche wir schon von der Straße aus sehen. 






Ein steiniger, steiler Weg führt uns direkt zum Burgtor und wir erreichen in letzter Minute noch die letzte Führung für diesen Vormittag. Die erste Euphorie wird zwar erstmal durch die Information über das Fotografieverbotes gedämpft aber wir sehen auf unserem Rundgang so viele wunderbare Dinge und Räume, hören so viele historische Daten, dass wir damit vollauf beschäftigt sind. 












Zuerst erkunden wir den Arkadengang (so einen Stammbaum hab ich noch nie gesehen) und werfen anschließend einen Blick in das Jakobszimmer mit dem berühmten Pilgerumgang, der Kassettendecke mit den geschnitzten Sternzeichen und der intarsiengeschmückten Hausorgel. Hört sich zunächst trocken an aber wir kommen aus dem Staunen nicht heraus und sogar unsere Kinder sind einfach nur still und guggen.








Weiter geht´s zur Ahnengallerie. Künstlerisch bestimmt erwähnenswert aber für mich als bekennender Kunstbanause ist das voll gruslig. Diese großen Köpfe, die historischen Gewänder und die Schuhspitze von Graf Gotthard Trapp..........brrrrrrrr - schnell raus und über den Wehrgang in die Rüstkammer. Da werden beim Anblick der über 50 Rüstungen die Kinderaugen erst mal groß. Für mich am eindrucksvollsten ist natürlich die größte aller "Blechdosen" mit einem Gewicht von 45 kg! Hallo? 45 KILOGRAMM!!!!! Da könnt ich nicht mal mehr stehen und die sind da auch noch geritten und haben gekämpft! Wieder stelle ich fest: wie schön ist es doch im 21. Jahrhundert!

 



 Zum Schluss werden wir in die alte Burgkapelle und den Rossstall geführt. Sobald der Rundgang beendet ist, zücke ich sofort meine Kamera, denn jetzt wird der Burghof in allen Perspektiven abgelichtet. Tausendmal die Eindrücke von karger Burgmauer mit wildem Wein bewachsen - die Sonnenstrahlen lassen das herbstliche Laub leuchten - das Leben ist schön!



Noch mehr Informationen zum Anwesen der Vögte von Matsch und der Grafen Trapp erhaltet Ihr hier.


Und somit steigen 3 Ritter und 2 Burgfräulein in ihre Kutsche und fahren wieder zurück (diesmal ohne Unstimmigkeiten) in ihr kleines Urlaubsdomizil im Schnalstal.

Herzallgäuerliebste Grüße

Carmen

Kommentare:

  1. Hallo Carmen, Hallo Saskia,
    das sind ja super Fotos... hach... da möchte man auch Urlaub haben
    Das kann ich gut verstehen, dass die Kids große Augen gemacht haben und wie gut, dass wir nicht mehr in der Ritterzeit leben *lach*
    ❤-liche Grüße, Karin

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    1. Hallo Karin,
      dankeschön, ich bin auch fast ausgeflippt auf der Burg mit meinem Foto, das war alles so schön rustikal.......diese und die Bilder vom Bauernmarkt heute sind auch meine Lieblingsstücke vom Urlaub ;-).
      In der Ritterzeit leben möchte ich auch um keinen Preis aber es zu spielen macht dafür umso mehr Spaß!
      herzallgäuerliebste Grüße
      Carmen

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Vielen Dank für Deinen Kommentar!
Herzallgäuerliebste Grüße