November 07, 2013

wild(e) Gewürze

Immer wieder spreche ich mit Leuten, die zwar gerne Wildbret (also Wildfleisch) essen, egal ob Hirschgulasch, Rehbraten usw. aber Bedenken haben es selber zuzubereiten. Aus Angst, das "besondere" Fleisch irgendwie zu verderben. Einige denken sogar, man muss es vorher einlegen - in Rotwein, Buttermilch....ach, es gibt die unterschiedlichsten Varianten. 

Bitte, bitte, tut das nicht! Wenn Ihr Wild von dem Jäger Eures Vertrauens bezieht, ist dies meistens schon küchenfertig und so gut "zerwirkt", dass Ihr nicht mehr viel tun müsst. Im Endeffekt ist es genauso zu handhaben wie ein ganz normaler Schweinebraten zum Beispiel. Wenn dieses tolle, meist zarte Fleisch eingelegt wird, wird der ganze Geschmack verfälscht. Und dieser ist keineswegs penedrant. Das war vielleicht früher mal so, zu einer Zeit in der die Jäger nicht die Möglichkeiten der Kühlung hatten wie heute. 

Ich möchte allerdings heute kein ganzes Wildrezept präsentieren. Das braucht´s auch eigentlich gar nicht, denn der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt Was ich heute zeigen möchte ist ein kleines Geheimnis, welches dem Gericht die richtige Würze verleiht. Ja genau, es ist wirklich ein Gewürz und zwar eines, das auf den Geschmack des wildes abgestimmt ist und diesen noch unterstreicht. Das habe ich mir zwar nicht selber ausgedacht aber man kann eben das Rad nicht immer neu erfinden. Aus der Reihe "Aus Liebe zum Landleben" gibt es nämlich das Buch "Das Wild-, Wald- und Wiesenkochbuch". Da habe ich folgendes Rezept gefunden:


1 EL schwarze Pfefferkörner 
1 EL weiße Pfefferkörner
1 TL Korianderkörner
4-5 Pimentkörner
3 Wacholderbeeren
1 Gewürznelke
1 TL getrockneter Thymian
1 TL Zucker
2 TL Salz

 




 


Alle Gewürzkörner, die Wacholderbeeren und die Nelke in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten, bis sie anfangen zu duften. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.


Anschließend mit Thymian, Zucker und Salz in einen Mörser oder Mixer geben und zu Pulver zerkleinern.
Gewürzmischung in ein Schraubglas füllen und möglichst dunkel aufbewahren.

 














Hiermit möchte ich mich beim D-H-Verlag dafür bedanken, das Rezept veröffentlichen zu dürfen. Falls Ihr doch noch Anregungen zur Zubereitung der unterschiedlichsten Wildarten benötigt, kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.
Und als weiteren und letzten Tipp für heute: Freunde freuen sich auch über ein kleines Mitbringsel in Form von selbst gemachten Gewürzen ;-)


herzallgäuerliebste Grüße

Carmen

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Herzallgäuerliebste Grüße von Saskia