Dezember 01, 2013

Warum muss man im Advent immer so viel dekorieren und wie lange halten eigentlich Urlaubsbekanntschaften?

Wow, was für eine Überschrift! Aber das beschäftigt mich nunmal am heutigen 1. Advent.

Erstmal zu Punkt 1. Die Antwort ist eigentlich klar: damit es schön aussieht, die Wohnungen gemütlicher macht und die Vorfreude auf Weihnachten weiter gesteigert wird. Es ist ja auch nicht so, dass mir das Weihnachts-blingbling nicht gefällt - nur: ICH KANN ES NICHT!!!!!
Im Dekorieren bin ich unglaublich schlecht. Würde heute eine gute Fee (oder vielleicht ein Weihnachtself) vorbeikommen und ich hätte auch nur einen einzigen Wunsch frei würde ich mir wünschen, dass mein ganzes Haus perfekt dekoriert wäre - schnipp - puff - und alles erstrahlt in weihnachtlichem Glanz.



 Aber wir starten ja nun in die Zeit der Liebe und des guten Willens und so zeige ich eben auch guten Willen: habe die Bodenlaternen vor der Haustüre geputzt, das Fensterbrett abgeräumt für die 4 Adventskerzen (wir haben schon lange keinen Adventskranz mehr, die ständige Hin- und Hertragerei war mir zu blöd, vor allem Richtung Weihnachten sind immer mehr Nadeln auf dem Weg geblieben) und den ganzen Deko-Kram vom Dachboden geholt.
Meine Ergebnisse seht Ihr: besser als nix




 

Was für mich aber jedes Jahr wieder an ein Wunder grenzt (okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben aber ich möchte damit ausdrücken, dass ich mich jedesmal unglaublich freue) - und damit komme ich zu meiner zweiten Frage - wie lange doch solche Urlaubs"freundschaften" wirklich halten. Es war im Jahre 1998 - der erste Urlaub mit meinem -damals Freund-jetzt Mann- in Tunesien. Wir haben einen netten Kerl aus Dresden mit seiner -damals Freundin-jetzt nicht mehr Freundin- kennengelernt und ein paar nette Abende verbracht. Danach folgte das Übliche: Adressen austauschen und das Versprechen, dass man sich mal besuchen komme. Meistens verläuft so etwas im Sande, nicht so bei uns. Wir sind 1 1/2 Jahre später tatsächlich nach Dresden und haben dort ein paar lustige Tage verbracht, ebenso hat es ihn einmal zu uns ins schöne Allgäu verschlagen.
Mittlerweile ist es allerdings so, dass wir nur noch zu Geburtstagen telefonieren ABER jedes Jahr Anfang Dezember klingelt bei mir der Postbote und streckt mir ein Paket entgegen mit einem ganz gewissen Format. So auch gestern. Er überreichte es mir mit einem Augenzwinkern und dem Kommentar: "ich glaub, Ihr Stollen ist da". Ja spinn ich? Er hat wieder an uns gedacht! Ein original Dresdener Christstollen! Das heißt, nein, ZWEI original Dresdener Christstollen! Er hat eine Familie, einen Job, viele Freunde aber er denkt wirklich jedes Jahr daran, uns eine Köstlichkeit aus seiner Heimat zu schicken. Wenn das nicht Nächstenliebe ist, weiß ich auch nicht.


Lasst Euch doch einfach davon anstecken und denkt auch mal wieder an jemanden, der das vielleicht gar nicht erwarten würde. Auf geht´s in die Zeit der Nächstenliebe!

herzallgäuerliebste Grüße

Carmen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar!
Herzallgäuerliebste Grüße