Mai 06, 2015

Ein herzallgäuerliebster Buchtipp | "Endstation Allgäu" & "Ein Knödel zu viel"

"Endstation Allgäu" & "Ein Knödel zu viel"


Heute haben wir wieder einen herzallgäuerliebsten Buch-Tipp für Euch.
Wer Allgäu- bzw. Alpenkrimis mag, der findet hier mit dem Kriminalroman "Endstation Allgäu" und "Ein Knödel zu viel " von Arnold Küsters - beide erschienen beim PIPER-Verlag, genau das Richtige.

Er beschreibt auf eine amüsante Art und Weise den Kampf der Kulturen, also zwischen Allgäu und Niederrhein. Gar nicht so einfach, sich da auch noch zusammen zu raufen, wenn es um einen Mordfall geht.


"Ein Knödel zu viel" ist der 1. Teil des Allgäu-Niederrhein-Krimis.

Kommissar Robert Mayr steht vor einer Herausforderung. In seinem Allgäuer Heimatort wurde ein Toter gefunden - das Schlimme daran: Ein Preuße! Gestorben an einer vergifteten Portion Schupfnudeln. Als sich ein Zusammenhang mit einem Mord am Niederrhein auftut, bleibt Robert Mayr nichts anderes übrig, als mit den Gladbacher Kollegen zusammenzuarbeiten, für die das Allgäu Bayern ist und die Borussia die beste Fußballmannschaft der Welt. 


Die Schauplätze umschreibt Arnold Küsters sehr gelungen und man kann sich gut in die jeweiligen Rollen hineinversetzen, sogleich man auch nicht jede einzelne gleich gut leiden kann. Nachdem ich eine "Allgäuerin" bin, fühlte ich mich natürlich am Schauplatz in Moosbach heimelig, wo hingegen mir die Gegend des Niederrheins und deren Mentalität eher fremd schienen. Dies tut jedoch der Spannung keinen Abbruch und wer Krimis gerne mag, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. 


Natürlich ist der zweite Teil des Krimis "Pflicht" und so erschien "Endstation Allgäu" November 2014.

Als der Kemptener Kommissar Carsten Jakisch von seinem grantigen Vorgesetzten dazu verdonnert wird, ungelöste Fälle aufzuarbeiten, stößt er auf eine alte Vermisstensache. Vor Jahren ist im Werdensteiner Moos eine Frau verschwunden, Spuren führen an den Niederrhein. Jakisch bittet die Mönchengladbacher Kollegen um Hilfe, schließlich gilt es auch noch, die allesentscheidende Frage nach dem einzig wahren Schweinebraten zu klären: Kartoffelklöße oder Semmelknödel?

Auch hier ist "Spannung pur" angesagt und wer sich im Allgäu gut auskennt, wird amüsiert und schmunzelnd an so manchen Schauplatz hinversetzt.
Der Krimi zieht seine Leser wahrlich in den Bann und wer ihn einmal zur Hand genommen hat, möchte schon wissen, wie´s weitergeht. Arnold Küsters umschreibt die Orte sehr genau und "detailverliebt", so dass man sich beinahe "mitten im Geschehen" fühlt, aber nur beinahe. 
Was man allerdings "mögen sollte", der ständige Ortswechsel zwischen Nord und Süd und umgekehrt, der auch im ersten Teil sehr prägnant ist. 

Und ob nun Kartoffelklöße oder Semmelknödel - na da könnt Ihr Euch die Antwort meinerseits - als Allgäuerin - natürlich denken! Und das Rezept aus Moosbach, das Küsters im Anschluss an den Krimi noch hinzugefügt hat, werden wir mit Sicherheit bald einmal ausprobieren :).

Herzallgäuerliebste Grüße


Saskia

1 Kommentar:

  1. Hallo, ihr Zwei,

    eine schöne Idee, Allgäuer Krimis vorzustellen!

    Allerdings war ich von "Endstation Allgäu" ziemlich enttäuscht, was ich in der 67. Episode meines Podcasts (http://www.die-hoermupfel.de/?podcast=mupfel_067-radi-experimente-und-buchlektueren#t=9:27.482) erzählt habe.

    Meine Empfehlung: der Allgäu-Krimi "Rosskur", den ich in der Episode am kommenden Freitag empfehlen werden. Ich finde, dass Jürgen Seibold einen wesentlich angenehmeren Schreibstil besitzt, dem man anmerkt, dass er die Schreiberei als Beruf gelernt hat. Man merkt ihm sein "Handwerk" deutlich an.

    Liebe Grüße
    Dotti von der Hörmupfel

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