September 06, 2019

Wandern im schönen Bolgental ....


... ist eine wundervolle (R)Auszeit!


Mittlerweile sind meine Kinder schon "groß" und es wird oft zu einem kleinen Glücksspiel, wenn es zum Wandern geht und sich dabei die Frage stellt, ob sie denn noch zum Wandern mitgehen wollen?

Nun gut, wenn ich so daran denke, als ich 15 Jahre alt war, kann ich das nur zu gut nachvollziehen, dass man nicht mehr so "gern" mit den Eltern und der Familie in die Berge zum wandern geht. Zumal unsere Kinder eigentlich von Anfang an - zuerst noch in der Kraxe auf dem Rücken, aber schon ganz bald auf eigenen Füßen - mit "on Tour" waren. Viel gab es dabei immer zu entdecken und oft kamen wir mit den unterschiedlichsten Schätzen wieder nach Hause - Familienfreizeitglück pur.



Doch "auf einmal" (ja, viele Eltern kennen das, wenn die Kids quasi "über Nacht" erwachsen werden), stehen andere Interessen im Vordergrund und als Eltern ist das schon echt auch ein Lern-Prozess, dieses sog. "Loslassen". Wie gut, wenn man dann ein positives Gefühl hat, in der Erziehung mit gesundem Menschenverstand gehandelt zu haben. Und auch, wenn Bergtouren gerade bei den Teenies nicht so "en Vogue" sind, so bin ich mir ganz sicher, dass sie den Wert unserer Heimat und Natur zu schätzen gelernt haben und ganz bestimmt wieder zurückkehren werden, wenn auch nicht sofort. 



Doch ab und zu schaffen wir es dann doch noch, alle 4 zusammen eine schöne Wanderung zu unternehmen. Für mich ist das immer eine große Freude zu sehen, wie die Kinder dann aufblühen und man förmlich spürt, wie alle den Alltag ablegen, tief durchatmen und sich von der Bergwelt, die einen umgibt, immer wieder inspirieren und verzaubern lassen.


Innehalten, hinsetzen, wirken lassen, genießen - mehr braucht´s nicht
Und so ging es für uns zu Beginn der großen Sommerferien ins schöne Bolgental, das ich bislang auch nicht kannte und für mich neu war. 
Zunächst mit der Hörnerbahn hinauf zur Bergstation. Von dort aus überblickt man im Nu das herrliche Allgäuer Landschaftsbild. Mein Blick fällt sogleich auf das Riedberger Horn, das ich zuletzt bei einer Schneeschuhwanderung von einer anderen Seite aus gesehen habe. Es fasziniert mich tatsächlich immer wieder, wie facettenreich unser schönes Allgäu ist.


Das Bolgental mit Blick zum Riedberger Horn
Weiter gehts über einen gut befestigten Weg, der immer wieder mit informativen Stationen rund um das Tal gesäumt ist. Gerade für die Kids ist das sehr spannend, um Ihr Wissen zu vertiefen oder neues zu erfahren. 

Herrliche Natur und Schmetterlinge die uns auf unserem Weg begleiten, der uns zunächst Richtung Schwabenhaus führt. Schnell merken wir, dass uns das nicht reicht, sind wir doch gerade mal erst 20 Minuten unterwegs.


Drum gehen wir daran vorbei und machen uns weiter auf dem Weg Richtung Alpe Bolgen, von der ich schon vorher gehört habe, welch leckere Kuchen und Brotzeiten man dort bekommt. 









Zwischendurch befüllen wir unsere Getränkeflasche mit frischem Alpenwasser direkt aus dem Bach (auch wenn uns "Nicht-Ortskundige" davor warnen, das Wasser "wegen den Kühen nicht zu trinken", doch das ist - unseres Erachtens unbegründet, da es sich um fließendes Gewässer handelt, kristallklar und frisch. Und es ging uns auch danach noch gut, so dass die Sorgen unbegründet waren), weiter gehts durch das "Allgäuer Wonderland". 

Langsam knurrt uns nun doch schon der Magen und nach einigen Metern sehen wir sie dann auch schon: Die "Alpe Bolgen". Traumhaft schön gelegen, urig, g´miatlich - perfekt für unsere Pause. Ein Kinderspielplatz für die Kleinen, so dass auch Mama und Papa mal zum durchatmen kommen *zwinker*. 


Die Alpe Bolgen: urig, g´miatlich, schee
Also unsere beiden zogen es aber vor, bei uns zu bleiben, denn....


Hallo "Malmen"
Wir sitzen nicht lange, als sich auch schon ein "kleiner Freund" zu uns gesellt, der uns richtig zum schmunzeln bringt. Er setzt sich auf das Knie, das Ohr meines Mannes und die Hand meines Sohnes... so zutraulich sind hier sogar die Schmetterlinge, faszinierend.



mmhhh, wie das duftet. Frischer Mohnkuchen!
Nach einer kleinen Stärkung mit frischen hausgemachten Kuchen geht es dann auch schon weiter. Der Rundweg führt uns über die Alpe Zunkleiten in Richtung Sonderdorfer Kreuz. Auch diesen Weg sollte man ganz bewusst genießen. Prima zu laufen und wenn man Glück hat - so wie wir an diesem Tag - hört man sogar noch die Klänge eines Alphorns - Idylle pur!


Eigentlich hatten wir geplant, mit den "Alpen-Go-Karts" wieder ins Tal zurück zu sausen, aber dafür hätten wir den ganzen Weg wieder hochlaufen müssen, so dass sich die Kids ganz schnell dazu entschlossen haben, einfach zu Fuß weiterzugehen. 


Herrliche Allgäuer Idylle










 
Pfefferminze lädt ein, zum riechen, schmecken....
Am Sonderdorfer Kreuz setzen wir uns dann noch abschließend auf eine schöne Bank, plaudern, genießen die herrliche Aussicht, trinken die letzten Schlucke unseres Gebirgswasser und eine Handvoll Gummibärchen untermalen diese schöne Wanderung mit einem "süßen Abschluss".


Das Sonderdorfer Kreuz
Wer das Bolgental bislang noch nicht kannte, dem kann ich es sehr empfehlen. Denn ob Groß oder Klein, hier haben alle was davon. Der Rundweg ist eine perfekte Halbtages-Tour und mit festem Schuhwerk sehr gut zu begehen. 

Der Wanderherbst hat begonnen, also "Wanderschuhe" geschnürt und "Los geht's"!

Und vielleicht geht's Euren Kids, sofern Ihr denn welche habt, auch so wie unseren, dass sie am Ende einer schönen Wanderung immer sagen, dass es "richtig schön war"! 

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia




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