Oktober 18, 2019

Die GenussMacher | Erstmalig Allgäuer GenussMacher ausgezeichnet


Das Allgäu ist Heimat des guten Geschmacks und hat nachhaltiges Genusspotenzial


Meine lieben Herzallgäuerliebst-LeserInnen und Leser,

erst kürzlich habe ich Euch auf eine kleine kulinarische Reise auf die Allgäuer Alpen mitgenommen und etwas angesprochen, das mir sehr am Herzen liegt. HIER könnt Ihr diesen Beitrag vom Genuss-Wandern im Allgäu noch einmal nachlesen.



Letzten Montag war es dann soweit, ich durfte bei der 

1. Preisverleihung der 
Allgäuer GenussMacher 

bei der Brauerei Meckatzer mit dabei sein. 

Der Gastgeber Michael Weiß mit den Jurymitgliedern Astrid Löwenberg, Matthias Hahn, Hendrik Haase, Otto Geisel und Ulrich Hagemeier (v.l.)

Über 6 Wochen hinweg konnten Vorschläge für den Allgäuer GenussMacher eingereicht werden. Nachdem die Jury sodann getagt und sich eingehend beraten hatte, wurden folgende Nominierte in drei Kategorien auserwählt:

Kategorie "Produkt":

- Allgäuer Keramik, 87527 Altstädten
- Alpenimkerei Jörg, 87549 Kranzes
- Bergfischzucht Gunzesried, 87544 Blaichach-Gunzesried


Kategorie "Initiative":

- Allgäuer Alpgenuss e. V., 87527 Ofterschwang
- Artemisia, 88167 Stiefenhofen
- Gestüt Schochenhof, 87724 Ottobeuren

Kategorie "Persönlichkeit":

- Käserei Zurwies, 88239 Wangen
- Hofgut Ratzenberg, 88161 Lindenberg
- Jamei Leibspeis, 87435 Kempten (Allgäu)

Empfangen wurden die rund 50 Gäste vom geschäftsführenden Gesellschafter der Brauerei Meckatzer Michael Weiß. Neben den Nominierten und den Juroren fanden sich außerdem Vertreter aus der Presse, Allgäu-Blogger und weiteren Multiplikatoren aus der Region auf der Veranstaltung ein. Zudem auch zwei prominente Gesichter: die Kabarettistin Luise Kinseher und der Koch und Buchautor Franz Keller ("vom Einfachen das Beste"). Moderiert wurde die Veranstaltung vom bekannten Allgäuer Spitzenkoch Christian Henze. 

Ziel ist der Aufbau eines Genuss-Netzwerkes im Allgäu. Michael Weiß betonte, wie sehr er sich über diese Initiative und das damit entstehende Netzwerk im Allgäu, der Heimat des guten Geschmacks, freue: "Seit Generationen setzt sich die Brauerei für Qualität in allem Tun und eine Genusskultur ein. Jetzt nimmt diese Philosophie allgäuweit Formen an und trägt zum Wohle aller Allgäuerinnen und Allgäuer bei". Er bedankte sich bei der konzentrierten Arbeit der Expertenjury und besonders bei Otto Geisel. Der ehemalige Spitzengastronom und Initiator des Eckart Witzigmann-Preis, kurz ECKART, verhalt der Idee der Allgäuer GenussMacher mit Konzeption, Realisierung und seinem Netzwerk zu einer erfolgreichen Umsetzung. 
Im Anschluss daran übernahm Moderator Christian Henze das Mikrofon und lud die Gäste zu interessanten Vorträgen von drei der sieben Juroren ein. Prof. Dr. Volkmar Nüssler, Leiter des Tumorzentrums München, begeisterte die Zuhörer mit einer lebendigen Rede "Was ist gute Ernährung aus Sicht des Mediziners, Genießers, Landwirts und Jägers?". In all diesen Funktionen ist er mit viel Leidenschaft aktiv und unterstützt unter anderem seine krebskranken Patienten, durch eine angemessene und genussvolle Ernährung ihren Gesundheitszustand und ihr Wohlbefinden zu verbessern. 
Zum Thema "Was ist momentan in Paris, der kulinarischen Weltmetropole Nummer eins, an Trends erkennbar?" folgte sodann ein Interview mit Matthias Hahn, dem Executive Chef des Drei-Sterne-Kochs Alain Ducasse, der heute weltweit Restaurants betreibt. Christian Henze entlockte dem Gast aus Frankreich spannende Einblicke in die angesagte, "neue Natürlichkeit" und die Wertschätzung der lokalen Landwirtschaft. 
Ein Verfechter der einfachen, guten Küche ist seit jeher auch Otto Geisel Er hat sich in den letzten Monaten intensiv mit den nominierten Produzenten bzw. deren Produkten beschäftigt und ist davon überzeugt, dass das Allgäu das Zeug hat, eine Genussregion á la Provence oder Piemont zu werden. Dies stellte er eindrücklich und lebendig in seinem Vortrag "Die Bedeutung gut erzeugter Lebensmittel" dar. 

GenussMarkt lädt zum probieren ein
Im Anschluss an die Vorträge konnte man sich selbst von den Produkten der Nominierten an den Genussständen überzeugen. Im Meckatzer Bräustüble lud ein Allgäuer GenussMarkt zur Verkostung zahlreicher kulinarischer Schmankerl ein - natürlich zubereitet mit den Produkten der neun Nominierten und um die ein oder andere Spezialität aus der Restaurantküche ergänzt. 

Ich fand es dabei sehr interessant, mich auch mit den Nominierten näher auszutauschen und war zugleich ganz erstaunt, welch wundervolle Spezialitäten und Köstlichkeiten in unserer schönen Heimat hergestellt werden - einfach fantastisch!


Während der Verkostung zog sich die Jury sodann zurück, um sich zu beraten, wer denn nun von den Nominierten die Auszeichnung - den Meckatzer Löwen - verliehen bekommt. 


Bewegende Würdigung der Allgäuer GenussMacher 2019

Bei der offiziellen Preisverleihung hielt Jurymitglied Hendrik Haase, bekannt durch seinen Food-Blog "Wurstsack", die Laudatio für die Kategorie "Produkt" und beglückwünschte am Ende die Gewinner der Allgäuer Keramik aus Altstädten. Höchste Handwerklichkeit mit traditionellen Formen und Dekoren machen die Keramikstücke der über die Region hinaus bekannten Keramikmanufaktur einmalig - und bringen ein Stück echtes Allgäu in jedes Haus. 
In der Kategorie Produkt freute sich Ruth Rebstock von der Allgäuer Keramik über die Auszeichnung als Allgäuer GenussMacher. Gemeinsam mit v.l.n.r.: Moderator Christian Henze, Michael Weiß / Geschäftsführender Gesellschafter Meckatzer Löwenbräu und Hendrik Haase, / Juror und Foodblogger "Wurstsack".

Jurymitglied Astrid Löwenberg, Fachbereichsleiterin Sommellerie der IHK München und Oberbayern, übernahm die Laudatio für die Kategorie "Persönlichkeit" und gratulierte den Gewinnern, dem Hofgut Ratzenberg aus Lindenberg. Dr. Alexander Eisenmann-Mittenzwei hat ein ganzheitliches Konzept geschaffen, das die Wertschöpfungskette nachvollziehbar macht - von der Herkunft des Futters für die Tiere über deren Haltung, Schlachtung, Veredelung hin zur Ladentheke und Nutzung der eigenen Gastronomie. 
Für seinen Mut und sein Querdenken mit dem Allgäuer GenussMacher in der Kategorie Persönlichkeit ausgezeichnet: Dr. Alexander Eisenmann-Mittenzwei vom Hofgut Ratzenberg, hier mit seiner Mitarbeiterin Evelyn Sontheim.

Zuletzt würdigte Jurymitglied Ulrich Hagemeier, Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung mit seiner Laudatio die Kategorie "Initiative" und übermittelte die Glückwünsche an den Allgäuer Alpgenuss aus Ofterschwang. Der Verein und seine Mitglieder nutzen heimische Produkte und verbinden dies mit dem Erhalt der Allgäuer Kulturlandschaft. Damit werden die Älplerinnen und Älpler zu Botschaftern ihrer Heimat. 
Für ehrliche und echte Handarbeit in der Kategorie Initiative ausgezeichnet: 
Theresia Schwarz und Alois Ried vom Allgäuer Alpgenuss e.V.

Die ausgezeichneten Allgäuer GenussMacher 2019 freuten sich sehr über die Würdigung ihres Tuns und nahmen mit Stolz und Freude die Bronzestatue, den Meckatzer Löwen, und ihre Urkunden entgegen. 

Nominiert und ausgezeichnet mit dem Meckatzer Löwen der 
1. Preisverleihung der Allgäuer GenussMacher 

Gezielter Ausbau der Allgäuer GenussMacher
Für Gastgeber Michael Weiß ging der erste Schritt eines langersehnten Traums in Erfüllung: Produzenten aus der Heimat, die einen hohen Qualitätsanspruch haben, zu würdigen und zu vernetzen. Um dies auszubauen, kündigte er in seiner Danksagung an, dass die Initiative im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet. Und die drei Allgäuer GenussMacher, die mit dem Meckatzer Löwen geehrt wurden, zusätzlich jeweils 5.000 Euro erhalten. Nicht, um damit in den Urlaub zu fahren, sondern um nachhaltigen Genuss im ursprünglichen Sinn zu fördern. Ob die Preisträger den Betrag für ein eigenes Projekt verwenden oder jemanden aus ihrem Netzwerk zukommen lassen, darüber entscheidet die Jury, die sich über jeweils drei Vorschläge dazu freut. Der Gastgeber bedankte sich herzlich bei allen "Schwestern und Brüdern im Geiste" und lud die Gäste zu einem abschließenden Streifzug durch die Brauerei sowie einem guten Schluck Meckatzer Weiss-Gold ein. 


Es war ein wundervoller Tag mit vielen interessanten Menschen und Initiatoren, die viele wertvolle Impulse rund um das Thema Genuss und Ernährung weitergegeben haben. Ich denke, das Allgäu trägt nicht umsonst den Namen "Genuss-Region" und allen Genießern, die regionale Produkte schätzen und lieben, kommt die großartige Arbeit, die von den Produzenten mit ihren hochwertigen Produkten geleistet wird, zugute. Ob es nun Einheimische oder Gäste aus Nah und Fern sind: Das Allgäu überzeugt mit seinen frischen, traditionellen Gerichten und gutem Geschmack. Ich freue mich auf viele weitere Auszeichnungen für die ehrliche Arbeit und Wertschätzung hoher Qualität.

Zuletzt habe ich mich sehr gefreut, zwei Allgäu-Bloggerinnen bei der Preisverleihung kennengelernt zu haben:
Ulrike mit ihrem Blog www.im-allgaeu-daheim.de und 
Barbara mit ihrem Reiseblog www.tief-im-allgaeu.de 

Schaut gerne mal bei ihnen vorbei und lasst Euch von ihren schönen Beiträgen fürs Allgäu begeistern.

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
Fotos und Text: uschi vogg_PR e.K./Herzallgäuerliebst
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Oktober 04, 2019

Wunderschönes Südtirol | Wandern auf der anderen Seite der Alpen | Ultental


... ursprünglich, idyllisch, schee!


Liebe LeserInnen und Leser meines herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog,

der Herbst hat uns fest im Griff. Nach einem wundervollen Alpsommer bietet auch der Herbst viele bunte Facetten, um die Bergwelt in einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.  

Ob im schönen Allgäu oder einfach auf der anderen Seite der Alpen: Bei wem das "Herz bergverliebt schlägt", fühlt sich überall wohl und findet den idealen Rückzugsort, um den Alltag hinter sich zu lassen.

Für uns ging es bereits im August, gegen Ende der großen Sommerferien, für ein paar Tage nach Südtirol. Ausgangs-Destination ist dabei Kaltern, wo wir nun schon öfter zu Gast waren.
Die Region um Bozen ist einfach herrlich und bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten für einen erfüllten, entspannten und erlebnisreichen Urlaub.

Doch heute nehm ich Euch auf unsere Tour ins schöne, sehr verschlafene Ultental mit. 
Das Ultental ist das 40 km lange Tal in den Ortler-Alpen in Südtirol. Es verläuft parallel zum nördlich gelegenen Vinschgau und mündet bei Lana ins Etschtal. Durch das Örtchen Lana geht es nun stetig bergauf und viele Serpentinen durchschlängeln dabei die grüne, mit Weinbergen und Apfelbäumen, durchsetzte Landschaft.


Meter für Meter geht es hinauf und wir passieren ein Dorf nach dem anderen. Geplant hatten wir eigentlich eine andere, uns empfohlene Tour, doch spontan entschieden wir uns dann dazu, bis ans letzte Ende des Ultentals zu fahren - was schon einige Zeit in Anspruch nahm, sich aber gelohnt hat, wie Ihr auf den nachfolgenden Bildern sehen werdet. 



Wir lassen den Ort St. Gertraud, das bereits schon auf 1501 m liegt, links neben uns und fahren rechts weiter... 300 Meter noch, dann sind wir am Endziel, dem Parkplatz Weissbrunn Fontana Bianca angekommen (1.900 m). 



Schnell wird uns diese wundervolle, stille Natur, die uns umgibt, bewusst. Da wir früh dran sind, begegnen wir nur wenigen Leuten und unser 1. Anstieg führt zur urigen "Viechteralm".



Von dort aus haben wir eine fantastische Aussicht und machen eine kurze Rast auf der großen Sonnenterrasse, wo wir freundlich begrüßt und bewirtet werden. 





Aber das ist natürlich nicht das heutige Tagesziel, wir wollen noch höher hinauf. Dabei kann man zwischen 2 Routen wählen: Die Runde mit 20 Minuten, die vorbei am Fischersee wieder zurück zum Parkplatz führt, oder die andere Tour über den "Nagelstein", die uns auf knapp 2323 m hinaufbringt und in 1,5 Stunden zu begehen ist. 



Vorbei am Fischersee (Lago Pescatore), der mit seinen Farben die Landschaft zum Leuchten bringt, geht es weiter über felsiges Geröll. 



Die Aussicht, die sich mit jedem Schritt weitet, macht uns alle ganz still und es ist nichts zu hören, bis auf die Kuhglocken der grasenden Kühe am Fischersee, unseren Atem und einer leichten Brise, die uns um die Nase weht. 



Oben angekommen, finden wir ein schönes Plätzchen zum Verschnaufen und Brotzeiten - oifach schee. Ewig könnte ich hier sitzen und diese Kraft der Natur in mir aufsaugen, Gedanken schweifen lassen und die Ruhe durch meinen Körper fließen lassen. 
Doch irgendwann heißt es natürlich auch wieder bergab zum steigen. 






Auf dem Rückweg entdecken wir dann einige Haflinger, das gerade bei unserer Tochter, die absolute Pferdenärrin ist und auch selbst reitet, das Herz höher schlagen lässt. Ein tolles Bild, sie inmitten bei den Pferden zu sehen, diese Harmonie - überwältigend. 



Weiter hinab gelangen wir vorbei an der Alm Obere Weissbrunn, die allerdings unbewirtschaftet ist. Was wir jedoch echt toll fanden, dass an jeder Alm Sitzgelegenheiten für Wanderer (Bank-Tische) bereitstehen. 



So machten wir nochmals eine kurze Pause, beobachteten wiederum die zufriedenen Kühe, die sich ein tolles Plätzchen ausgesucht hatten. 



Vor uns lag ein kleiner, kristallklarer Bergsee, in dem sich die gegenüberliegenden Berge und Wolken darin spiegelten.... Die Bilder sprechen für sich!



Wir passieren noch weitere Wasserfälle, einen Bachlauf, grüne Wiesen und sind einfach nur glücklich und zufrieden, als wir wieder unten im Tal ankommen. 

Bei dieser Tour werden schnell Höhenmeter gemacht und wir waren begeistert von der umliegenden Bergwelt, die das Ultental umschließt. Eine tolle Gegend, die Große und Kleine Wanderfreunde gleichermaßen begeistert und ich daher sehr empfehlen kann. Nicht zu lang, nicht zu kurz, atemberaubende Natur und urige Almen zum Einkehren - perfekt!



Nun wünsche ich Euch "frohes Fernweh" und wer weiß, vielleicht genießt auch Ihr noch ein paar schöne Wandertage in Südtirol und habt Lust, diese Tour zu laufen.

Ein schönes Wochenende wünscht Euch 

mit herzallgäuerliebsten Grüßen

Eure Saskia

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