Oktober 31, 2019

Herbstlich durch die Allgäuer Bergwelt | Rangiswanger Horn


Letzter Traumtag im Oktober !


Die Vorfreude auf ein sonniges Wochenende ist überall immer deutlich zu spüren. Starten wir doch alle am liebsten mit dem Wissen, dass es gutes, trockenes, sonniges Wetter geben soll, in unser wohlverdientes Wochenende. 


Und so war es auch am vergangenen Sonntag... Die Zeitumstellung hat uns zwar etwas aus der Bahn geworfen, aber trotzdem wussten wir genau, wohin es für uns an diesem Sonnen-Sonntag gehen soll: Ab Richtung Berge!

Family samt Oma ins Auto gepackt und nach Ofterschwang gefahren. Sehr zu unserer Verwunderung ohne Stau und Stop´n´Go-Verkehr - tja, wenn Engel reisen *grins*.

Die Tour aufs Rangiswanger Horn haben wir bewusst gewählt, da wir so auch unseren Youngster nochmal aus den 4 Wänden raus in die Natur bewegen konnten. Und das aus 2 Gründen... na gut, eigentlich 3. Aber alles der Reihe nach!

Zunächst gehts mit dem Weltcup-Express (das war Grund Nr. 1 *haha*) hinauf zur Bergstation an der Weltcuphütte, an dem sich bereits einige Mittagsgäste eingefunden hatten. Aber, einkehren, ohne vorher etwas dafür getan zu haben, kommt für uns natürlich nicht in Frage und so laufen wir ganz entspannt einfach mal drauf los... gestartet haben wir am "Stuimännle-Weg":

Mit dem Kinderwagen bestens zu befahren
Stuimännle vor der Nagelfluh 

Auf dem dortigen Weg kann man dann, wer möchte, sein eigenes "Stuimännle" (Steinmännchen) bauen, das sich dann zu den anderen gesellt und zur Nagelfluh hinüberblickt *hihi* Spaß muss sein. Gerade die kleinen Bergzwerge finden großen Spaß daran und bauen eifrig kleine Steinmännchen. 

Blick zum Bleicherhorn und Höllritzer Eck
Weiter geht es dann, meist eben, bis man zur Alpe Fahnengehren gelangt, die aber bereits geschlossen hatte. 

Die Alpe Fahnengehren
Wer möchte hier ein paar Tage von Euch verbringen? *träum*
Dort gabelt sich dann der Weg:

Wer möchte, kann dann direkt hinauf zum Ofterschwanger Horn, oder einmal drumherum und gelangt so wieder zum Ausgangspunkt der Bergstation zurück. Oder Ihr macht es so wie wir und lauft weiter aufs Rangiswanger Horn. Ca. 1,5 Stunden gemütlichen Fußmarsch braucht Ihr dazu, aber keine Sorge, der Weg ist bestens präpariert, breit angelegt und nur das letzte Stück hinauf zum Gipfel etwas steiler, aber prima zu meistern. Für jung und alt, auch ungeübtere Wanderer eine tolle Strecke. Und das Beste ist:


DIESE AUSSICHT!

Hier hat man den Grünten, den Wächter des Allgäus bestens im Blick und auch die Sonnenköpfe, Entschenopf, Rubihorn uvm. bringen jeden "Berg-Freund" zum schwärmen. 
Immer wieder denk ich mir dabei, wir grün doch unsere schöne Heimat, das Allgäu ist. Durchsetzt von bunten Wäldern, saftigen Wiesen, Flüssen und Seen bildet diese Region einen perfekten Kraftort für alle, die Ruhe und Erholung suchen. 


Der Weg führt ein Stück durch den herbstlichen Wald, der Geruch ist einfach herrlich. Man sollte das ganz bewusst in sich aufnehmen und die Klarheit in die Lungen einatmen.. und ja, ich habe es wieder getan: Ich habe einen Baum umarmt. Und es hat sogar richtig gut getan! Solltet Ihr unbedingt auch mal versuchen *zwinker*.


Nur noch wenige Meter, dann sehen wir bereits das Gipfelkreuz. Der Weg ist mit großen und kleinen Steinen durchsetzt, nur wenige Passagen können, sofern es mal davor geregnet hat, etwas rutschig sein. Wir haben den Weg vom Weiherkopf her gewählt, da uns dieser Aufstieg als angehmer erschien (was dann auch so war, weil wir auf der anderen Seite wieder abgestiegen sind!).


Und da haben wir es dann: Das Rangiswanger Horn auf 1.616 m zwischen Bolsterlang und Ofterschwang. Gerne hätte ich Euch das ganze Gipfelkreuz gezeigt, aber - Ihr könnt es Euch vielleicht denken - wir waren nicht die Einzigen, die an diesem Tag die Aussicht von oben genießen wollten. 

Was ich allerdings an dieser Stelle noch anbringen möchte, ist die Tatsache, dass es mich schon etwas nervt, dass manche Leute dort einfach "Dauer-Parken". Nach einem (ne gefühlte Ewigkeit dauerndes) Gipfelkreuz-Bild mit Omma, Obba, Kind und Kegel, nehmen diese dann dort auch direkt zum Brotzeiten Platz!!! Aus mit tollen Bildern. 
Ich fände es schön, wenn man sich zum Panorama-Gucken und Brotzeit machen einfach ein gemütliches Plätzchen rund ums Gipfelkreuz herum suchen könnte, damit die anderen auch noch die Chance auf ein schönes Erinnerungsbild haben! *zwinker*.


Dann genießen wir nochmal die herrliche Aussicht und steigen langsam wieder ab Richtung Weltcuphütte (das ist nun Grund Nr. 2), weil wir dort natürlich noch einkehren und uns ein bisschen stärken *prost* :).


Hach ja, was war das nur für ein wunderschöner Tag! Nach unserer Einkehr gings dann mit den BERGROLLERN (Grund Nr. 3) mit viel juchuuuu zurück ins Tal. Leider habe ich es versäumt, davon ein Bild zu machen, denn die Aufregung war etwas groß, konnten wir doch noch unsere liebe Omi mit Engelszungen dazu überreden, den Spaß einfach mitzumachen.

Kleine Anmerkung der Redaktion: Meine Mum sprang schon zu zweit aus 5.000 m aus nem Flugzeug und hätte beinahe vor der Bergroller-Action nen Rückzieher gemacht. Daher bin ich fetz´n-stolz auf sie, dass sie es mitgemacht hat und im Übrigen genauso viel Spaß dabei hatte wie wir, gell Mamsi? *lach* XO

Ich hoffe, ich konnte Euch für diese leichte Wanderung begeistern und dass wir noch ein paar schöne Herbstwandertage haben werden, bevor uns das "weiße Gold" wieder fest im Griff haben wird. 
Wer noch weitere Wandertipps mit Tourendaten z. B. zwischen Zugspitze und Kampenwand sucht, klickt sich einfach bei BERGZEIT rein und lässt sich von den wunderbaren Tourenvorschlägen inspirieren. Ich bin immer wieder fasziniert darüber, welch wunderschöne Wege sich uns in der einzigartigen Natur offenbaren und man genau weiß, dass es noch viele weitere schöne Bergmomente für uns geben wird. Das Abenteuer wartet!

Ich wünsche Euch einen schönen Tag - happy Halloween - und morgen einen ruhigen Feiertag!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia



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Oktober 18, 2019

Die GenussMacher | Erstmalig Allgäuer GenussMacher ausgezeichnet


Das Allgäu ist Heimat des guten Geschmacks und hat nachhaltiges Genusspotenzial


Meine lieben Herzallgäuerliebst-LeserInnen und Leser,

erst kürzlich habe ich Euch auf eine kleine kulinarische Reise auf die Allgäuer Alpen mitgenommen und etwas angesprochen, das mir sehr am Herzen liegt. HIER könnt Ihr diesen Beitrag vom Genuss-Wandern im Allgäu noch einmal nachlesen.



Letzten Montag war es dann soweit, ich durfte bei der 

1. Preisverleihung der 
Allgäuer GenussMacher 

bei der Brauerei Meckatzer mit dabei sein. 

Der Gastgeber Michael Weiß mit den Jurymitgliedern Astrid Löwenberg, Matthias Hahn, Hendrik Haase, Otto Geisel und Ulrich Hagemeier (v.l.)

Über 6 Wochen hinweg konnten Vorschläge für den Allgäuer GenussMacher eingereicht werden. Nachdem die Jury sodann getagt und sich eingehend beraten hatte, wurden folgende Nominierte in drei Kategorien auserwählt:

Kategorie "Produkt":

- Allgäuer Keramik, 87527 Altstädten
- Alpenimkerei Jörg, 87549 Kranzes
- Bergfischzucht Gunzesried, 87544 Blaichach-Gunzesried


Kategorie "Initiative":

- Allgäuer Alpgenuss e. V., 87527 Ofterschwang
- Artemisia, 88167 Stiefenhofen
- Gestüt Schochenhof, 87724 Ottobeuren

Kategorie "Persönlichkeit":

- Käserei Zurwies, 88239 Wangen
- Hofgut Ratzenberg, 88161 Lindenberg
- Jamei Leibspeis, 87435 Kempten (Allgäu)

Empfangen wurden die rund 50 Gäste vom geschäftsführenden Gesellschafter der Brauerei Meckatzer Michael Weiß. Neben den Nominierten und den Juroren fanden sich außerdem Vertreter aus der Presse, Allgäu-Blogger und weiteren Multiplikatoren aus der Region auf der Veranstaltung ein. Zudem auch zwei prominente Gesichter: die Kabarettistin Luise Kinseher und der Koch und Buchautor Franz Keller ("vom Einfachen das Beste"). Moderiert wurde die Veranstaltung vom bekannten Allgäuer Spitzenkoch Christian Henze. 

Ziel ist der Aufbau eines Genuss-Netzwerkes im Allgäu. Michael Weiß betonte, wie sehr er sich über diese Initiative und das damit entstehende Netzwerk im Allgäu, der Heimat des guten Geschmacks, freue: "Seit Generationen setzt sich die Brauerei für Qualität in allem Tun und eine Genusskultur ein. Jetzt nimmt diese Philosophie allgäuweit Formen an und trägt zum Wohle aller Allgäuerinnen und Allgäuer bei". Er bedankte sich bei der konzentrierten Arbeit der Expertenjury und besonders bei Otto Geisel. Der ehemalige Spitzengastronom und Initiator des Eckart Witzigmann-Preis, kurz ECKART, verhalt der Idee der Allgäuer GenussMacher mit Konzeption, Realisierung und seinem Netzwerk zu einer erfolgreichen Umsetzung. 
Im Anschluss daran übernahm Moderator Christian Henze das Mikrofon und lud die Gäste zu interessanten Vorträgen von drei der sieben Juroren ein. Prof. Dr. Volkmar Nüssler, Leiter des Tumorzentrums München, begeisterte die Zuhörer mit einer lebendigen Rede "Was ist gute Ernährung aus Sicht des Mediziners, Genießers, Landwirts und Jägers?". In all diesen Funktionen ist er mit viel Leidenschaft aktiv und unterstützt unter anderem seine krebskranken Patienten, durch eine angemessene und genussvolle Ernährung ihren Gesundheitszustand und ihr Wohlbefinden zu verbessern. 
Zum Thema "Was ist momentan in Paris, der kulinarischen Weltmetropole Nummer eins, an Trends erkennbar?" folgte sodann ein Interview mit Matthias Hahn, dem Executive Chef des Drei-Sterne-Kochs Alain Ducasse, der heute weltweit Restaurants betreibt. Christian Henze entlockte dem Gast aus Frankreich spannende Einblicke in die angesagte, "neue Natürlichkeit" und die Wertschätzung der lokalen Landwirtschaft. 
Ein Verfechter der einfachen, guten Küche ist seit jeher auch Otto Geisel Er hat sich in den letzten Monaten intensiv mit den nominierten Produzenten bzw. deren Produkten beschäftigt und ist davon überzeugt, dass das Allgäu das Zeug hat, eine Genussregion á la Provence oder Piemont zu werden. Dies stellte er eindrücklich und lebendig in seinem Vortrag "Die Bedeutung gut erzeugter Lebensmittel" dar. 

GenussMarkt lädt zum probieren ein
Im Anschluss an die Vorträge konnte man sich selbst von den Produkten der Nominierten an den Genussständen überzeugen. Im Meckatzer Bräustüble lud ein Allgäuer GenussMarkt zur Verkostung zahlreicher kulinarischer Schmankerl ein - natürlich zubereitet mit den Produkten der neun Nominierten und um die ein oder andere Spezialität aus der Restaurantküche ergänzt. 

Ich fand es dabei sehr interessant, mich auch mit den Nominierten näher auszutauschen und war zugleich ganz erstaunt, welch wundervolle Spezialitäten und Köstlichkeiten in unserer schönen Heimat hergestellt werden - einfach fantastisch!


Während der Verkostung zog sich die Jury sodann zurück, um sich zu beraten, wer denn nun von den Nominierten die Auszeichnung - den Meckatzer Löwen - verliehen bekommt. 


Bewegende Würdigung der Allgäuer GenussMacher 2019

Bei der offiziellen Preisverleihung hielt Jurymitglied Hendrik Haase, bekannt durch seinen Food-Blog "Wurstsack", die Laudatio für die Kategorie "Produkt" und beglückwünschte am Ende die Gewinner der Allgäuer Keramik aus Altstädten. Höchste Handwerklichkeit mit traditionellen Formen und Dekoren machen die Keramikstücke der über die Region hinaus bekannten Keramikmanufaktur einmalig - und bringen ein Stück echtes Allgäu in jedes Haus. 
In der Kategorie Produkt freute sich Ruth Rebstock von der Allgäuer Keramik über die Auszeichnung als Allgäuer GenussMacher. Gemeinsam mit v.l.n.r.: Moderator Christian Henze, Michael Weiß / Geschäftsführender Gesellschafter Meckatzer Löwenbräu und Hendrik Haase, / Juror und Foodblogger "Wurstsack".

Jurymitglied Astrid Löwenberg, Fachbereichsleiterin Sommellerie der IHK München und Oberbayern, übernahm die Laudatio für die Kategorie "Persönlichkeit" und gratulierte den Gewinnern, dem Hofgut Ratzenberg aus Lindenberg. Dr. Alexander Eisenmann-Mittenzwei hat ein ganzheitliches Konzept geschaffen, das die Wertschöpfungskette nachvollziehbar macht - von der Herkunft des Futters für die Tiere über deren Haltung, Schlachtung, Veredelung hin zur Ladentheke und Nutzung der eigenen Gastronomie. 
Für seinen Mut und sein Querdenken mit dem Allgäuer GenussMacher in der Kategorie Persönlichkeit ausgezeichnet: Dr. Alexander Eisenmann-Mittenzwei vom Hofgut Ratzenberg, hier mit seiner Mitarbeiterin Evelyn Sontheim.

Zuletzt würdigte Jurymitglied Ulrich Hagemeier, Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung mit seiner Laudatio die Kategorie "Initiative" und übermittelte die Glückwünsche an den Allgäuer Alpgenuss aus Ofterschwang. Der Verein und seine Mitglieder nutzen heimische Produkte und verbinden dies mit dem Erhalt der Allgäuer Kulturlandschaft. Damit werden die Älplerinnen und Älpler zu Botschaftern ihrer Heimat. 
Für ehrliche und echte Handarbeit in der Kategorie Initiative ausgezeichnet: 
Theresia Schwarz und Alois Ried vom Allgäuer Alpgenuss e.V.

Die ausgezeichneten Allgäuer GenussMacher 2019 freuten sich sehr über die Würdigung ihres Tuns und nahmen mit Stolz und Freude die Bronzestatue, den Meckatzer Löwen, und ihre Urkunden entgegen. 

Nominiert und ausgezeichnet mit dem Meckatzer Löwen der 
1. Preisverleihung der Allgäuer GenussMacher 

Gezielter Ausbau der Allgäuer GenussMacher
Für Gastgeber Michael Weiß ging der erste Schritt eines langersehnten Traums in Erfüllung: Produzenten aus der Heimat, die einen hohen Qualitätsanspruch haben, zu würdigen und zu vernetzen. Um dies auszubauen, kündigte er in seiner Danksagung an, dass die Initiative im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet. Und die drei Allgäuer GenussMacher, die mit dem Meckatzer Löwen geehrt wurden, zusätzlich jeweils 5.000 Euro erhalten. Nicht, um damit in den Urlaub zu fahren, sondern um nachhaltigen Genuss im ursprünglichen Sinn zu fördern. Ob die Preisträger den Betrag für ein eigenes Projekt verwenden oder jemanden aus ihrem Netzwerk zukommen lassen, darüber entscheidet die Jury, die sich über jeweils drei Vorschläge dazu freut. Der Gastgeber bedankte sich herzlich bei allen "Schwestern und Brüdern im Geiste" und lud die Gäste zu einem abschließenden Streifzug durch die Brauerei sowie einem guten Schluck Meckatzer Weiss-Gold ein. 


Es war ein wundervoller Tag mit vielen interessanten Menschen und Initiatoren, die viele wertvolle Impulse rund um das Thema Genuss und Ernährung weitergegeben haben. Ich denke, das Allgäu trägt nicht umsonst den Namen "Genuss-Region" und allen Genießern, die regionale Produkte schätzen und lieben, kommt die großartige Arbeit, die von den Produzenten mit ihren hochwertigen Produkten geleistet wird, zugute. Ob es nun Einheimische oder Gäste aus Nah und Fern sind: Das Allgäu überzeugt mit seinen frischen, traditionellen Gerichten und gutem Geschmack. Ich freue mich auf viele weitere Auszeichnungen für die ehrliche Arbeit und Wertschätzung hoher Qualität.

Zuletzt habe ich mich sehr gefreut, zwei Allgäu-Bloggerinnen bei der Preisverleihung kennengelernt zu haben:
Ulrike mit ihrem Blog www.im-allgaeu-daheim.de und 
Barbara mit ihrem Reiseblog www.tief-im-allgaeu.de 

Schaut gerne mal bei ihnen vorbei und lasst Euch von ihren schönen Beiträgen fürs Allgäu begeistern.

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
Fotos und Text: uschi vogg_PR e.K./Herzallgäuerliebst
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Oktober 04, 2019

Wunderschönes Südtirol | Wandern auf der anderen Seite der Alpen | Ultental


... ursprünglich, idyllisch, schee!


Liebe LeserInnen und Leser meines herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog,

der Herbst hat uns fest im Griff. Nach einem wundervollen Alpsommer bietet auch der Herbst viele bunte Facetten, um die Bergwelt in einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben.  

Ob im schönen Allgäu oder einfach auf der anderen Seite der Alpen: Bei wem das "Herz bergverliebt schlägt", fühlt sich überall wohl und findet den idealen Rückzugsort, um den Alltag hinter sich zu lassen.

Für uns ging es bereits im August, gegen Ende der großen Sommerferien, für ein paar Tage nach Südtirol. Ausgangs-Destination ist dabei Kaltern, wo wir nun schon öfter zu Gast waren.
Die Region um Bozen ist einfach herrlich und bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten für einen erfüllten, entspannten und erlebnisreichen Urlaub.

Doch heute nehm ich Euch auf unsere Tour ins schöne, sehr verschlafene Ultental mit. 
Das Ultental ist das 40 km lange Tal in den Ortler-Alpen in Südtirol. Es verläuft parallel zum nördlich gelegenen Vinschgau und mündet bei Lana ins Etschtal. Durch das Örtchen Lana geht es nun stetig bergauf und viele Serpentinen durchschlängeln dabei die grüne, mit Weinbergen und Apfelbäumen, durchsetzte Landschaft.


Meter für Meter geht es hinauf und wir passieren ein Dorf nach dem anderen. Geplant hatten wir eigentlich eine andere, uns empfohlene Tour, doch spontan entschieden wir uns dann dazu, bis ans letzte Ende des Ultentals zu fahren - was schon einige Zeit in Anspruch nahm, sich aber gelohnt hat, wie Ihr auf den nachfolgenden Bildern sehen werdet. 



Wir lassen den Ort St. Gertraud, das bereits schon auf 1501 m liegt, links neben uns und fahren rechts weiter... 300 Meter noch, dann sind wir am Endziel, dem Parkplatz Weissbrunn Fontana Bianca angekommen (1.900 m). 



Schnell wird uns diese wundervolle, stille Natur, die uns umgibt, bewusst. Da wir früh dran sind, begegnen wir nur wenigen Leuten und unser 1. Anstieg führt zur urigen "Viechteralm".



Von dort aus haben wir eine fantastische Aussicht und machen eine kurze Rast auf der großen Sonnenterrasse, wo wir freundlich begrüßt und bewirtet werden. 





Aber das ist natürlich nicht das heutige Tagesziel, wir wollen noch höher hinauf. Dabei kann man zwischen 2 Routen wählen: Die Runde mit 20 Minuten, die vorbei am Fischersee wieder zurück zum Parkplatz führt, oder die andere Tour über den "Nagelstein", die uns auf knapp 2323 m hinaufbringt und in 1,5 Stunden zu begehen ist. 



Vorbei am Fischersee (Lago Pescatore), der mit seinen Farben die Landschaft zum Leuchten bringt, geht es weiter über felsiges Geröll. 



Die Aussicht, die sich mit jedem Schritt weitet, macht uns alle ganz still und es ist nichts zu hören, bis auf die Kuhglocken der grasenden Kühe am Fischersee, unseren Atem und einer leichten Brise, die uns um die Nase weht. 



Oben angekommen, finden wir ein schönes Plätzchen zum Verschnaufen und Brotzeiten - oifach schee. Ewig könnte ich hier sitzen und diese Kraft der Natur in mir aufsaugen, Gedanken schweifen lassen und die Ruhe durch meinen Körper fließen lassen. 
Doch irgendwann heißt es natürlich auch wieder bergab zum steigen. 






Auf dem Rückweg entdecken wir dann einige Haflinger, das gerade bei unserer Tochter, die absolute Pferdenärrin ist und auch selbst reitet, das Herz höher schlagen lässt. Ein tolles Bild, sie inmitten bei den Pferden zu sehen, diese Harmonie - überwältigend. 



Weiter hinab gelangen wir vorbei an der Alm Obere Weissbrunn, die allerdings unbewirtschaftet ist. Was wir jedoch echt toll fanden, dass an jeder Alm Sitzgelegenheiten für Wanderer (Bank-Tische) bereitstehen. 



So machten wir nochmals eine kurze Pause, beobachteten wiederum die zufriedenen Kühe, die sich ein tolles Plätzchen ausgesucht hatten. 



Vor uns lag ein kleiner, kristallklarer Bergsee, in dem sich die gegenüberliegenden Berge und Wolken darin spiegelten.... Die Bilder sprechen für sich!



Wir passieren noch weitere Wasserfälle, einen Bachlauf, grüne Wiesen und sind einfach nur glücklich und zufrieden, als wir wieder unten im Tal ankommen. 

Bei dieser Tour werden schnell Höhenmeter gemacht und wir waren begeistert von der umliegenden Bergwelt, die das Ultental umschließt. Eine tolle Gegend, die Große und Kleine Wanderfreunde gleichermaßen begeistert und ich daher sehr empfehlen kann. Nicht zu lang, nicht zu kurz, atemberaubende Natur und urige Almen zum Einkehren - perfekt!



Nun wünsche ich Euch "frohes Fernweh" und wer weiß, vielleicht genießt auch Ihr noch ein paar schöne Wandertage in Südtirol und habt Lust, diese Tour zu laufen.

Ein schönes Wochenende wünscht Euch 

mit herzallgäuerliebsten Grüßen

Eure Saskia

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September 27, 2019

Kleine Abendrunde zum Wertacher Hörnle


Meine lieben LeserInnen und Leser,

der Herbst zeigt sich mittlerweile von seiner schönsten Seite und so genießen wir auch diese Jahreszeit, bevor es uns wieder mehr nach drinnen vor den Kamin/Ofen zieht und wir uns gemütlich in Decken kuscheln, uns einen Tee und süßes Gebäck gönnen und viele weitere Wohlfühl-Momente und Auszeiten genießen. 


Der Gipfel vom Wertacher Hörnle 
Neben dem Alpsommer zeigt sich auch der Wanderherbst von seiner besten Seite und die tieferstehende Sonne beschert uns viele weitere schöne Bergmomente auf unseren Touren.

Heute nehm ich Euch mit auf das Wertacher Hörnle. Natürlich darf auch hier die Hütteneinkehr nicht fehlen und so machen wir einen kurzen Stop auf der Buchelalpe, bevor wir uns auf den Weg bis zum Gipfel machen... doch alles der Reihe nach!

Kennt Ihr das auch dieses Gefühl, das in einem kribbelt? Wenn man nicht stillsitzen kann und es einen unweigerlich nach draußen zieht, obwohl es doch auch so schön sein kann, endlich daheim einmal die Füße hochzulegen? 
Genau so erging es mir neulich, als ich nach einigen Besorgungen aus der Stadt nach Hause kam und einfach das Gefühl hatte, heute muss ich noch "aufi auf´n Berg"!

Schwupp di Wupp, nicht lange gefackelt, Wanderschuhe und Getränke eingepackt und los ging es nach Unterjoch, wo wir auf dem großen Parkplatz (gebührenpflichtig) uns auf den Weg machten. 



Ein fest geteerter Weg führt uns auf Serpentinen immer weiter hinauf und schnell machen wir einige Höhenmeter gut, als wir schon das wundervolle Geräusch der Kuhschellen der Tiere von der Buchelalpe hören - Musik für meine Ohren!

Die Kühe grasen friedlich auf der Weide, die umliegenden Berge ruhen still um uns herum und wir machen eine kurze Rast auf der Alpe, die von Familie Gehring, Sommer wie Winter bewirtschaftet wird. 



Urig isch se, und mit ganz viel Liebe zum Detail erwartet uns die Hütte, auf der wir uns eine deftige Brotzeit und erfrischende Getränke gönnen. Mmmmmmmhhhh, das schmeckt! 



Auch die Buchelalpe gehört dem Allgäuer Alpgenuss an und verarbeitet ausschließlich regionale Produkte.



Und dann noch diese Aussicht - hach ja, da wird man plötzlich ganz still. Und obwohl einige Gäste auf der schönen Terrasse Platz genommen hatten, ist außer dem Schellengeläut nicht viel zu hören, herrlich!

Doch schon bald heißt es wieder "Abschied nehmen", denn wir haben unser heutiges Tagesziel noch nicht erreicht. 
Ein kurzer Stich nach oben, der von einer geteerten Straße langsam in einen gekiesten Weg übergeht, führt uns sodann durch ein Waldstück. Hier entdecken wir einige Pilze, heute ganz viele "Glückspilze", 



Ein paar Meter weiter begegnen uns talwärts die letzten Wanderer und wir sind plötzlich ganz allein auf weiter Flur - nichts zu hören, niemand mehr zu sehen.... 


Ab und zu darf "Heidi" auch mal frech sein.... oder war das Pippi? :) 

Ich nenne dieses Gefühl ab sofort das "Heidi-Gefühl". Wie schön muss es doch sein, dort oben zu sein, wenn der Tag sich langsam dem Ende entgegen neigt, alles ganz still wird und man mit Demut in die Berge schaut und inneren Frieden spürt.



Wir passieren den Hörnlesee, der schon beinahe ganz im Schatten liegt, jedoch immer noch schön anzusehen ist, auch wenn sich die Sonne darin nicht mehr so schön spiegelt und die satten grünen Farben preisgibt. 


Nach ca. 1 Stunden erreichen wir dann endlich den Gipfel des Wertacher Hörnle - menschenleer - sehr zu unserer Freude! Ist das nicht ein Traum?
Jetzt eine Pause auf der Bank, Stille, das "Sein" und die Dankbarkeit um diese wunderschöne Natur spüren - einfach unbezahlbar!



Und wieder weiß ich ganz genau, dass es nicht wichtig ist "wieviele" Gipfel wir erklimmen, sondern "wie", nämlich mit ganzem Herzen und Wertschätzung dem gegenüber, was uns als kostbares Geschenk in die Hand gelegt wurde!



In diesem Sinne wünsch ich Euch einen guten Start ins Wochenende und vielleicht juckt es Euch ja auch in den Beinen - na dann: Nix wie los!

Herzallgäuerliebste Grüße


Eure Saskia




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