September 10, 2018

Kleine Tour zu den Hinanger Wasserfällen


... perfekt für Familien und als Halbtages-Tour


Meine lieben LeserInnen und Leser,

seit einiger Zeit merke, dass die Seitenaufrufe meiner herzallgäuerliebsten Seite immer weniger werden. Dies ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass Facebook und Instagram es halt einfacher machen, sich schnell und unkompliziert Informationen zu holen. 
Dennoch halte ich an meinem - mit viel Herzblut gefüllten - Allgäu-Blog weiterhin fest und werde auch weiterhin meine schönsten Erlebnisse in und rund ums Allgäu mit Euch teilen.

Auch deshalb, weil ich von Euch immer wieder so ein wunderbares Feedback hierzu bekomme und einfach merke, dass es doch noch zählt, sich "Wanderbares" auf Empfehlung  raten zu lassen. Viele große Outdoor-Seiten haben mittlerweile ja schier unbegrenzte Möglichkeiten, uns bei unseren Touren zu begleiten und auch ich selbst nutze eine davon, um mich zu orientieren und am Ende einer Wanderung einen Überblick zu haben, wie lange die Tour gedauert hat und wie viele Km und Höhenmeter darin enthalten waren. Für mich eine rein informative Sache, aber natürlich auch sehr interessant, wieviel Höhenmeter man bereits zurückgelegt hat. 

Und manchmal.... ziehe ich einfach auch nur so los, ohne großes "Tamtam", kleinen Rucksack gepackt und auf "Richtung geliebte Allgäuer Bergwelt"

Heute ging es für uns zu den Hinanger Wasserfällen. 


Ganz entspannt läuft man hier vom Parkplatz unterhalb der Sonnenklause den beschilderten Weg entlang und kommt schon bald in einen Wald, in dem man bereits das Wasser hören kann. 


Ein paar Stufen, ein paar Brücken, viel Natur und sattes Grün lassen einen durchatmen und sofort entschleunigen. 


Beeindruckende Felsformationen säumen den Weg zu den Wasserfällen und einige Ruhebänke laden zum ausruhen und verweilen ein.
Man kann den Weg zu den Wasserfällen entweder von Hinang selbst bergauf, oder aber so wie wir, vom Parkplatz hinunter laufen. So oder so, bergauf gehts immer *zwinker*.


Obwohl Urlaubszeit ist, begegnen uns gar nicht mal so viele Leute und von daher war es natürlich sehr angenehm, auch was das fotografieren anbelangt *grins*...

Ich habe es dann doch noch durch den Wasservorhang gewagt und mich neben das vom Felsen stürzende Wasser gestellt.... ja "gestellt", war das Bild auf jeden Fall..... die Kreativität ließ hier etwas zu wünschen übrig.... aber: Es ist ja nicht jeder Tag gleich *lach*. 


Und dieses Mal hatte ich auch endlich mal wieder meinen herzallgäuerliebsten Becher mit dabei... aus dem ich dann noch einen großen Schluck, kristallklares Wasser aus dem Wasserfall getrunken habe - sooo erfrischend lecker!


Ach ja: Ihr wollt auch einen herzallgäuerliebsten "Wander-Begleiter" oder für Eure Campingtouren? Dann schreibt mich einfach für nähere Infos an herzallgaeuerliebst@gmail.com - und schon bald könnte er dann bei Euch sein :).


Die kleine, aber feine Wanderung zu den Hinanger Wasserfällen kann ich Familien sehr ans Herz legen, denn Wasser ist für die Kleinen immer toll und man ist ganz nah an der Natur dran - so schön!


Wünsche Euch allen einen guten Start in eine neue Woche.... auch in Bayern enden nun die Ferien und die Schule beginnt. Es lebe der "geregelte Alltag" *lach*. 

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia



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September 03, 2018

Wandern im Tannheimer Tal | Litnisschrofen | Sommerblogpause beendet


... vom Ifen, über die Schneetalalm, über die Krinnenspitze bis hin zum Litnisschrofen....


Bitte was? Das werdet Ihr Euch jetzt vermutlich denken. Allerdings gibt es heutzutage ja nichts mehr, dass es nicht gibt und vielleicht wundert Ihr Euch daher nicht gleich auf Anhieb. Aber: Ich bin noch nicht auf diesem "Extrem-Trip", denn nach wie vor bin und bleib ich: Genuss-Wanderer :).

Die Sommerblogpause ist nun beendet und ich habe 3 wundervolle Urlaubswochen in unserer schönen Heimat, dem Allgäu verbracht. Es muss nicht immer in die Ferne sein... warum auch, wenn das "Gute" liegt so nah *zwinker*. Und so konnte ich zudem für Euch "on Tour" gehen und das ein und andere schöne Fleckchen Allgäu für Euch entdecken :).

Aber dennoch, es hat etwas ganz anderes 
mit der heutigen Blog-Überschrift auf sich:

Ein Wander-Spezl, der Stefan, dessen Instagram-Profil (https://www.instagram.com/_stefan_roth) Ihr unbedingt mal checken solltet, hat eine richtig schöne Tour zum Ifen hoch geplant und der Termin stand bereits seit ein paar Wochen fest. 
Am Tag X - wie konnte es anders sein? - standen die Wetterprognosen leider nicht allzu gut, so dass wir uns dazu entschlossen haben, kurzfristig umzudisponieren und ins Tannheimer Tal zu fahren.

Ziel wäre die Schneetalalm gewesen, zeitlich waren wir allerdings schon etwas spät dran, so dass wir keinen Parkplatz mehr bekamen und als wir uns auf den Weg zum großen Parkplatz am Ortseingang von Nesselwängle machten, fiel uns die Krinnenspitze direkt vor uns in die Augen.... hmmmm, da hoch wäre ja vielleicht auch noch was oder?

Gesagt, getan: Geparkt haben wir sodann am Parkplatz der Krinnenbahn und sind (faul wie wir an diesem Tag waren, mit dem Sessellift hinauf Richtung Bergstation gefahren. Von dort aus ging es dann zu Fuß weiter... noch schnell den "Bergfex" eingeschaltet (man möchte ja schließlich wissen, wieviel Km und Höhenmeter man zurückgelegt hat *zwinker*) und los gings. Allerdings hatten die Idee mit der "Krinnenspitze" wohl noch einige andere und so hatte Stefan kurzerhand eine ganz andere Vorstellung einer Bergtour: der Litnisschrofen!

Litnis..... was? Also ganz ehrlich, bis zu diesem Tag habe ich von diesem Berg noch nie etwas gehört und den Angaben zufolge, ca. 2 Std. 15 Uhr bis dort hinauf.... machbar! Also - umdisponiert und ENDLICH ein Tagesziel gehabt *lach*. 

Die Alpe Eden
Zunächst läuft man ein Stück um die Krinnenspitze herum (auf die man von vielen Seiten her die Möglichkeit zum Aufstieg hat), und schon bald kommt man an der Alpe Eden vorbei, von dort sich uns ein herrlicher Anblick hinauf zum Litnisschrofen bot.

Gewaltig lag er vor uns - jedoch "nur" auf 2.068 m - der letzte Anstieg über Klettersteig mit Seilbefestigung. 


Über einen gut befestigten breiten Wanderweg wanderten wir also dem Litnisschrofen entgegen, kamen an der Gräner Ödenalpe vorbei, von dort aus geht es entweder weiter hinauf zur Krinnenspitze oder linkerhand zum Litnisschrofen. Nach einer kurzen Stärkung stiegen wir also hinauf. 


Für mich immer wieder ein wundervoller Anblick: Die freilaufenden Haflinger, die ihre Freiheit sichtlich genießen und uns gleich ganz neugierig begrüßen. Hätten wir mal lieber einen Apfel in den Rucksack eingesteckt *lach*. 


Fuß vor Fuß geht es immer weiter hinauf, an der letzten Stelle, bevor es den felsigen Klettersteig bis zum Gipfelkreuz hinaufgeht, sehen wir (leider) eine pechschwarze Wetterwand auf uns zurollen - verdammt! 


Nachdem wir auf der Südseite stets in der Sonne gewandert sind, konnten wir das herannahende Wetter leider nicht sehen. Aber da sieht man´s mal wieder: In den Bergen geht das oft ganz ganz schnell und man sollte daher immer gut gerüstet sein! (Weiß der Geier, warum ich genau an diesem Tag KEINE Regenjacke dabei hatte *seufz*)


Stefan war ehrgeizig und wagte doch noch Gipfel #31 in diesem Jahr, stieg flott hinauf und konnte noch einen kurzen Anblick (es stürmte nämlich recht heftig) der umliegenden Bergwelt genießen.

Na? Habt Ihr Stefan schon entdeckt? :) Es sei noch erwähnt: Es ist steiler, als es auf dem Bild aussieht!
Ein ziemlicher Kontrast: Sonne auf der Felswand, im Rücken die dicken schwarzen Wolken - hat was, wie ich finde ABER, immer mit Vorsicht zu genießen!


Vom Gipfel des Litnisschrofen hat man beste Aussicht auf das Tannheimer Tal, das Lechtal und die Lechtaler Alpen und im Osten bis hin zur Zugspitze. Richtung Norden schön zu sehen: Der Gimpel, die Rote Flüh und der Aggenstein. 
Da der Gipfel recht exponiert ist, sollte man gut darauf achten, wo man seinen Rucksack ablegt und hintritt *zwinker*.


Trotzdem haben wir uns dann noch eine schöne Pause gegönnt und die mitgebrachte Brotzeit verdrückt... dabei das heranrollende Wetter immer schön im Blick behalten.

Wunderschöne Bergwelt 

Rückweg zur Ödenalpe
Sodann machten wir uns - nach ein paar Shots - wieder auf den Rückweg - die Edenalpe als Ziel... denn so ein "kühles Zisssschhhhhh" konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! *haha*.


*Werbung, da Marke/Produkt erkennbar
Alles in allem eine richtig schöne Tour, tolle Natur, grandiose Aussicht und auch etwas Glück mit dem Wetter - am Parkplatz unten angekommen, ließ sich auch die Sonne wieder hinter den Wolken blicken und es ging bei Sonnenschein nach Hause.

Wer die Krinnenspitze oder den Litnisschrofen bewandern will, dem kann ich das sehr empfehlen. Den Litnisschrofen - durch den Klettersteig - nur bedingt und nur Geübten Bergwanderern. 

Und zum Ifen..... da gehts auf jeden Fall auch noch hinauf! 

Wünsch Euch einen wunderschönen Tag und einen guten Start in die neue Woche!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia





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Juli 27, 2018

Herzallgäuerliebste Blog-Pause...

.. weil´s oifach mal guat duat, nix zum tun!


Ihr Lieben... heute gibt es noch ein paar letzte Zeilen, bevor es in die 

herzallgäuerliebste Sommer-Pause 

geht. 

Und ja, auch wir "Bayern" freuen uns nun ENDLICH darauf, in die Ferien entlassen zu werden (auch wenn es dabei den berufstätigen Eltern nicht gerade leicht gemacht wird). Und so stehen auch mir noch 2 (harte) Wochen bevor, bevor es dann endlich heißt "Ab in den Urlaub"... und der wird dieses Jahr zum ersten Mal komplett bei uns im schönen Allgäu verbracht. 

Am schönen Elbsee
Denn wie Ihr ja wisst, gibt es bei uns im Allgäu so vieles, das man tun und erleben kann. Tatsächlich gibt es ein paar Orte, an die ich gerne mal kommen möchte, sei es zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Rad... dabei auch mal NEUES ausprobieren.

Und natürlich gaaaaaanz wichtig: Lange ausschlafen, ausgiebig frühstücken und in den Tag leben. Keine Termine, kein Stress, keine Verpflichtungen, kein "Mitdenken" für die anderen.... einfach SEIN!

Ich werde Euch nach meinem Urlaub natürlich wieder mit neuen Blogbeiträgen und Inspirationen "rund ums Allgäu" versorgen und hoffe sehr, dass Ihr dann wieder "mit am Start" seid *zwinker*. 

Falls Ihr Euch wundert, warum die Kommentar-Funktion nicht mehr aktiv ist:

Das ist einzig und allein der neuen DSGVO zu "verdanken" (Ihr glaubt gar nicht, wie das nervt!)

Dennoch freue ich mich weiterhin sehr über Eure Nachrichten, die Ihr mir gerne per Mail weiterhin zusenden könnt:

herzallgaeuerliebst@gmail.com 

Und auf meiner herzallgäuerliebsten Facebook-Seite gibt's auch ab und an ein kleines "Lebenszeichen" von mir, in der herzallgäuerliebsten Gruppe können natürlich weiterhin Eure wundervollen und schönen Beiträge gepostet werden - Vielen Dank dafür und dass Ihr damit die Gruppe mit Leben füllt!

Nun wünsche ich Euch von Herzen eine wundervolle Zeit, 
genießt den Sommer, stöbert in Euren Lieblingsmagazinen, 
lasst die Seele baumeln, tut das, wozu Ihr meistens sonst keine Zeit findet und 
habt ganz viel Spaß in allem, was Ihr tut!


Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia

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Juli 22, 2018

Der frühe Vogel ..... | Sonnenaufgangstour...


.... auf den Hausberg - den Wächter des Allgäus!


Oder einfacher gesagt: Auf den Grünten!

Obwohl mir meine Wochenenden, was das Thema "Schlaf" anbelangt, fast schon heilig sind und ich es liebe, mal richtig auszuschlafen, lange zu frühstücken und auch mal in den Tag zu leben, so ist es andererseits so, wenn ich beim ersten Erwachen bemerke, dass die Sonne scheint, es mich kaum noch in den Federn hält und ich "unbedingt" was unternehmen möchte... (welch ein Zwieeeespalt das doch immer ist *lach*). 

An diesem Wochenende allerdings wusste ich es schon vorher: Schlaf wird knapp und der Wecker klingelt - und zwar um kurz vor halb drei...

"Auf geht's - zu meiner 
ersten Sonnenaufgangstour 
auf den Grünten"! 

Zum Sonnenuntergang war ich ja bereits im letzten Jahr dort hinauf unterwegs - HIER könnt Ihr den Beitrag noch einmal nachlesen.



Meine liebe Freundin war superpünktlich und so ging die Fahrt Richtung Kranzegg 
um 3 Uhr los (unglaublich, wer einem um diese Uhrzeit im Dorf nach einem Dorffest noch so alles begegnet .... und vor allem "wie" ;-) ).

Nachdem heftige Unwetter für unterspülte Straßen sorgten, waren diese leider nicht mehr befahrbar. Planmäßig wollten wir eigentlich bis zum Parkplatz unterhalb der Alpe Kammeregg hochfahren und von dort aus zu Fuß den befestigten Weg weiterlaufen. 
Nach kurzer Beratung entschieden wir uns kurzfristig über die Höfle-Alp hinauf, entlang des Skilifts zunächst zur Grüntenhütte und gleich weiter hoch zum Grünten zu laufen. 

So parkten wir hochmotiviert unser Auto direkt an der Höfle-Alpe (Zufahrt über mautpflichtige Mautstraße), schnürten unsere Bergschuhe, schnallten unseren Rucksack auf den Rücken und los gings - mit Stirnlampen und bei stockfinsterer Nacht

Nur ein paar Lichter auf der Jörgalpe brannten noch, da dort wohl ein wenig gefeiert wurde.
Um 3.45 Uhr machten wir uns auf den Weg.....

Ein paar Meter - juchuuu - auf befestigtem Weg - laut Karte noch alles gut. Schließlich war unser Sichtfeld schon stark eingeschränkt, da wir nur das Lichtfeld unserer Stirnlampen hatten. 

Die Nacht war sternenklar und 
richtig warm - zum laufen perfekt!

Plötzlich mussten wir allerdings halten, da wir uns doch glatt verfranzt hatten - SACKGASSE! Hatten wir tatsächlich die Abzweigung verpasst? 

Es half alles nichts - und die Sonne wartete ja schließlich auch nicht extra auf uns *lach*.
Ein paar Minuten hatten wir dadurch leider verloren, aber erleichtert fanden wir nach ein paar Metern einen Weg, der zumindest mal Richtung "oben" führte. Also schnurstracks Fuß vor Fuß gesetzt, bis ...... ja bis der Weg schon wieder endete - dieses Mal an einem höhergelegenen Hof *seufz*. Am Gatter fanden wir dann einen Hinweis --> Grüntenhütte.

Perfekt, das war unser Weg - den wir uns allerdings ganz anders vorgestellt hatten *lach*. Es ging nämlich nun über eine holprigen, mit tiefen Löchern durchsetzte Wiese querfeldein bergauf und so langsam stiegen in uns Zweifel hoch, ob das wirklich der richtige Weg gewesen ist? Laut Karte mussten wir an einem Waldstück entlang hinauf und - brav wie wir sind, haben wir das auch so gemacht - allerdings war der Weg schon ganz schön steil und "Weg" konnte man es auch nicht nennen. Immer noch war es "kuahranzanacht" (Kuhranzen-Nacht, also stockdunkel), so dass wir nur schemenhaft die plötzlich vor uns liegenden Kühe mitten auf dem Weg entdeckten. Es gab ihn also doch - einen Weg! Allerdings hatten es sich dort die Tiere bequem gemacht und durch unsere Stirnlampen äugten uns nur zwei grelle nebeneinanderliegende Punkte an: Die Augen!

Also machten wir einen schönen großen Bogen drum herum und weiter ging es querfeldein, durch ein richtiges "Matschfeld" weiter hinauf Richtung Grüntenhütte. Langsam begann es schon zu dämmern und wir konnten nicht so richtig einschätzen, ob wir es noch zeitig schaffen würden. Zur Not würden wir uns halt auf eine Lichtung setzen und von dort aus den Sonnenaufgang bestaunen.

Nachdem wir immer noch in einer großzügig umzäunten Viehweide umher irrten, suchten wir nun einfach den Ausgang, den wir schließlich auch fanden, zusammen mit einem Schild auf dem stand: Grüntenhütte - 5 Minuten! Yipiiiehh!


Es dämmerte immer mehr, die ersten Vögel begannen bereits zu zwitschern, nun mussten wir uns sputen....

Dort lag er vor uns und wir sahen schon ein paar Leute vor uns hinauf laufen.. der letzte Anstieg bevor wir um 5:15 Uhr endlich oben angekommen waren.

Nun hieß es "Zügig weiterlaufen"..... die Sonne hatte mit uns kein Erbarmen.....

Es hatten sich schon ein paar "Frühaufsteher" eingefunden, um sich den Sonnenaufgang anzusehen... für einen Moment war es ganz still und ganz klitzeklein kam der Feuerball zum Vorschein, bevor er schließlich wieder unter einem breiten Wolkenband verschwand - wie schade!

Ein magischer Moment... an dem man innehalten sollte und einfach nur genießen
Guten Morgen Du schönes Allgäu
Look & Enjoy - "Luaga & Genießa" 

Das ist es, was es ausmacht!

Dieser Moment war für mich etwas ganz Besonderes.. ein Moment, den man sonst i. d. R. eigentlich "verschläft"... diese Ruhe, die Natur, diese Weite... unbezahlbar!

Die Allgäuer Berge - unsere "Hoimat" 

Die meisten zogen sodann ziemlich schnell wieder ab, da es auch zu winden begann und der schon recht frisch war. Uns war das nur recht, da wir nun in der 1. Reihe saßen und die Aussicht so richtig genießen konnten. Natürlich war auch der herzallgäuerliebste Becher wieder mit dabei *zwinker*.



Wir knipsten noch ein paar lustige Bilder und entdeckten noch zwei Camper (Vater mit seinem Sohn), die vor uns aus dem Zelt gekrochen kamen *lach*. Die Sonne kam schließlich noch ganz heraus und es wurde etwas wärmer.... eine traumhaft schöne Aussicht und man hörte nichts außer ein paar Vögel und die Glocken der dort oben weidenden Kühe - einfach wunderschön!

Das Allgäu erwacht

Eigentlich ist "wild-campen" bei uns ja verboten *zwinker*....

Im Hintergrund zu sehen: Der Rottachsee
Nun hatten wir uns ein leckeres Frühstück verdient, das mich soooo sehr freute. Denn vom Aufstieg bekam man schon langsam etwas Hunger und da tut es so richtig gut, was feines in den Bauch zu bekommen..... Yummi! 

So lässt sich's leben.... :)

Wir stiegen langsam wieder vom Grünten hinab und setzten uns auf die Rückseite eines Stadels in die angenehm warme Morgensonne und ließen uns unser Frühstück so richtig schmecken <3.


Wir ließen uns Zeit, plauderten über dies und das und genossen einfach diese traumhaft schöne Aussicht in unser schönes Allgäu.... und waren uns einig: Das sollte nicht die letzte Tour für diesen Sommer gewesen sein!



Eigentlich hatten WIR vor, hier noch ein paar Bildchen zu knipsen... aber dieses "hübsche Mädel" dachte nicht im Traum daran, uns die Pforte zu überlassen.. wie nahmen es gelassen, schließlich ist es "ihre Haustür" ;-)
Frisch gestärkt machten wir uns nach einem Plausch mit dem Wirt der Grüntenhütte wieder an den Abstieg und mussten schon etwas schmunzeln, da wir nun sahen, welchen zickzack und wie weit wir vom eigentlichen Weg gelaufen waren..... ja "hinterher hat man immer gut lachen" :)

Hier sind wir im Dunkeln nach oben gelaufen - und zwar auf dem Bild ganz links, querfeldein...
Der Rückweg führte uns rechts vorbei an der Hütte... a bissl "verfranzt" - beim nächsten Mal dann... *lach*
Zufrieden und langsam etwas müde kamen wir wieder an der Höfe-Alp an und machten uns auf den Heimweg.... wo wir uns noch eine "Mütze voll Schlaf" gönnten und vom Sonnenaufgang träumten....


Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt einmal auf den Grünten steigen (und zwar mit festem Schuhwerk!)... am Besten zum Sonnenauf- oder Untergang, denn dann ist der Grünten nicht so belagert wie zur Tageszeit.

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia


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Juli 09, 2018

Auf ins schöne Bärgunttal...


... und der lieben Sabine mit ihrem Team einen Besuch abstatten!




Eigentlich arbeite ich 5 Tage die Woche... und daher habe ich diesen Freitag, den ich frei hatte, ganz besonders genossen - er wurde für mich sozusagen zum FREUTAG!

Die Wetterprognosen waren so "lala", bei uns war es früh morgens noch sehr bewölkt, nachts hatte es sogar geregnet. Aber nachdem ich es versprochen hatte, an diesem Tag zu Besuch auf die Bärgunthütte im Kleinwalsertal zu kommen, packte ich meinen Rucksack, meine Kamera und die Wanderschuhe ein und los gings...

Schon kurz nach Immenstadt öffnete sich der wolkenverhangene Himmel immer mehr und gab den blauen Himmel und die Sonne frei. Und als wir dann ins Kleinwalsertal kamen, strahlte die Sonne nur so von oben herab - bei solch einem Anblick wird mir immer ganz warm ums Herz, geht es Euch auch so?



Und so machten wir auf dem herrlichen Panoramaweg oberhalb des Bachweges eine richtige schöne, leichte Wanderung zur Bärgunthütte.



An diesem Morgen hörte man lediglich das Sägen der Waldarbeiter, die ein paar Bäume fällten, das aber schon bald, als wir um eine Kurve kamen, verstummte und es dann ganz ruhig wurde. Natur pur, summende Bienen, zwitschernde Vögel und das rauschen des Baches - sonst nichts!



Es lohnt sich, auf den Bänken am Wegesrand einmal Platz zu nehmen, sich auszuruhen und die Natur um sich herum "aufzusaugen" - herrlich! Und die Kühe schauen natürlich neugierig.. bis sie dann gemächlich weiter grasen.....



Der große Widderstein steht mächtig vor uns und unser Blick gleitet immer wieder nach oben. Da ich ja viel Zeit hatte, zückte ich natürlich schon öfter meine Kamera und knipste die wunderschöne Umgebung des Bärgunttals.


Natürlich hatte ich an diesem Tag auch mein neues "Model" mit dabei: Den "Herzallgäuerliebst"-Emaille-Becher mit dem herzallgäuerliebsten Herz-Edelweiß. Macht sich ganz gut in dieser Umgebung, nicht wahr? *zwinker*.

Thorsten vom Team der Bärgunthütte "warnte" uns schon vor, dass wir vermutlich auf ein paar Rösser treffen würden, doch eine ganze zeitlang hielten sie sich versteckt - bis - ja bis plötzlich das erste an der Seite stand - schneeweiß und grasend....


Ganz verzückt knipste ich ein paar Bilder, bis dann noch weitere Pferde aus dem Wald hervortraten und auf uns zukamen. Freilaufende Pferde - dies dürfte wohl ein Traum eines jeden Pferde-Narren sein. Sie liefen hintereinander an uns vorbei, über den Weg auf die nächste Weide, um dort zu spielen und weiter zu grasen - hach ja, "Pferd müsste man sein" *lach*.


Nun war es nicht mehr weit, und die wir sahen die urige und schöne Bärgunthütte vor uns. Die Wiesen noch voller Morgentau, den strahlend blauen Himmel, der die umliegenden Alpen so richtig ins Szene setzte. Idylle pur, was will man mehr?


Die zwei süßen Kälbchen, gerade mal 1,5 Monate alt, begrüßten uns ganz neugierig und wir waren ganz begeistert... die würde man am liebsten doch gleich mal knuddeln oder?

Herzlich willkommen auf der Bärgunthütte

Ganz schön neugierig die süßen Zwei
Für das Bärgunthütte-Team ist es wichtig, dass es allen Tieren gutgeht -
und daher sind auch ab und an ein paar Streicheleinheiten dran
Herzlich wurden wir auf der Bärgunthütte begrüßt und es war wie "Heim kommen", obwohl ich nun erst das 2. Mal dort war.
Nicht zuletzt lag es vermutlich auch daran, dass die Hüttenwirtin Sabine alle ihre Gäste auf eine ganz besonders herzliche Art empfängt und man das Gefühl hat, willkommen zu sein. 

Das Team der Bärgunthütte v.l. Wolfgang, Johanna, Thorsten, Martin, Sabine

Ein Schwätzchen hier, ein Scherzchen da - da ich ja ein paar Stunden auf der Hütte verbracht habe, kann ich mich nicht erinnern, jemals auf einer Alm gewesen zu sein, auf der soviel herzlich gelacht wurde und das Schöne: Die Gäste "miteinander" lachten. Viele Stammgäste kommen gern auf Sabines Hütte, die sie zusammen mit ihrem Bruder Wolfgang, dem Alphirten führt. Zum Hütten-Team gehören außerdem noch Thorsten, Martin und Johanna. 

Die sonnenverwöhnte Terrasse der Bärgunthütte
Alle sind fleißig am werkeln und eine köstliche Brotzeit nach der anderen verlässt zur Mittagszeit die Küche. Es gibt Suppen, Süßspeisen und natürlich auch feinen hausgemachten Kuchen, den ich Euch wärmstens empfehlen kann. 

Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen

Ein frisches Schnittlauch-Brot - hier kommt gesundes auf den Tisch

Mein Mann machte sich in der Zwischenzeit noch weiter nach oben auf den Weg zur Widdersteinhütte und hat auch ein paar Bilder für Euch gemacht:

Blick ins schöne Bärgunttal, recht der Widderstein

Ups, wen haben wir denn da schon wieder? Der herzallgäuerliebste Emaille-Becher *loveit*
Nach dem Mittagessen setzte ich mich in einen Liegestuhl hinter der Hütte und alles, was ich hörte, war das zirpen der Grillen im Gras, das summen der fleißigen Bienen und die Glocken der Kühe auf der Weide neben mir - unter der "Walser Sonne" nickte ich doch tatsächlich weg... wie oft hat man das schon? Ein Nickerchen inmitten unserer herrlichen Natur.


Anschließend kam Alphirt Wolfgang auf die Hütte und wir haben eine ganze Weile geplaudert, denn wie Ihr Euch denken könnt, interessiert mich das Leben auf einer Alm (Alpe) sehr, da ich es als großes Geschenk empfinde, morgens aufzuwachen und mit einem traumhaft schönen Ausblick begrüßt zu werden. Aber.... bevor jetzt Stimmen laut werden: Ich weiß, dass das Leben auf der Alp kein "Zuckerschlecken" ist und jeder Hüttenwirt, Alpbesitzer hat meinen höchsten Respekt. Jeden Tag aufzustehen, sich ans Tagwerk zu machen - denn die Leute kommen, egal ob's einem gut geht oder eben nicht. Die Kühe müssen gemolken und die Zäune überprüft werden. Und das ist nur ein winziger Ausschnitt von dem, was dort geleistet wird.


Hier macht sich ein gutes Team bezahlt und wenn man so wie Sabine, es "mit ganzem Herzblut und Leidenschaft" macht, profitieren alle davon: die Gäste, die zufrieden sind und wiederkommen und auch das Team selbst, in dem Wissen, wieder viele Leute glücklich gemacht zu haben mit einer guten Erinnerung an einen wunderschönen Tag. 

Die Bärgunthütte wird das ganze Jahr - mit einer kleinen Pause bis zum Almauftrieb, also quasi in der Zeit nach dem Winter - bewirtschaftet und lohnt sich zu jeder Jahreszeit, zu besuchen. 
Sie ist zudem ein toller Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen, von leicht bis "für Geübte" ist da alles dabei.


Aber eines ist gewiss: Wenn man den Tag gut rumgebracht hat und ihn auf der Bärgunthütte noch ausklingen lässt, spürt man dieses "kleine Glück", dass das Leben so schön macht und wir dieses Geschenk immer wieder auf´s neue schätzen und schützen sollten. 

Und mit einem lächeln verabschiedeten wir uns und freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn wir uns wieder auf den Weg zu Sabine und ihrem Team der Bärgunthütte machen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Tag - genießt den (Alp-)Sommer.

Herzallgäuerliebste Grüße


Eure Saskia
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