Februar 14, 2019

Winterzauber im schönen Bärgunttal


Einkehr auf der urigen Bärgunthütte im Kleinwalsertal

Gibt es etwas Schöneres, als einem herrlichen Wintertag bei strahlendem Sonnenschein durch eine dick eingeschneite Winterlandschaft zu wandern? 


Herrliches Winteridyll im Bärgunttal

Der Himmel so blau, die Luft so klar - der Schnee glitzert unter der Sonne und lässt so manches Herz höher schlagen. Mittlerweile gibt es viele gut präparierte Wanderwege in unserer Region, von leichten bis schwierigeren Touren ist für jeden Geschmack etwas mit dabei.


Meine liebe Leserinnen und Leser,

bereits im Sommer 2018 habe ich Euch das schöne Bärgunttal in einem Sommer-Beitrag vorgestellt *KLICK*. Und mich hat es auch im Winter wieder dorthin gezogen, natürlich mit gemütlicher Einkehr auf der urigen Bärgunthütte am Fuße des Großen Widderstein. Und nun nehme ich Euch gerne mit - zurücklehnen und genießen.......



Winterwandern für Jung und Alt

Heute machen wir einen Ausflug ins schöne Kleinwalsertal, genauer gesagt ins Bärgunttal. Unsere Tour beginnt im kleinen Ort Baad, wo man gut parken und ab dort über einen festen Weg direkt ins Tal hineinwandern kann. 

Schon nach wenigen Schritten erblickt man die wundervolle und sehr beeindruckende Bergwelt des Bärgunttals. Hierzu gehören u. a. der kleine Widderstein und der Widderstein mit 2533 m. Wir folgen der Beschilderung und wandern über den Panoramaweg, der uns in etwa 40 Minuten zu unserem heutigen Ziel - der Bärgunthütte - führt. 

Genuss pur - im Winterwonderland
Es lohnt sich, immer wieder mal stehenzubleiben und den Blick in die wundervolle Bergwelt schweifen zu lassen. Gerade im Winter ist die Luft so frisch und klar und die Wintersonne lässt die Landschaft in einem satten und warmen Licht erstrahlen. 
Während der Wanderung knirscht der Schnee unter den Füßen und man spürt die innere Zufriedenheit, die sich wohlig in einem ausbreitet. 

Blick auf den Widderstein
Wintersport für jeden Geschmack
Da die Wege bestens präpariert sind, erfreuen sich auch die Kleinsten daran, da man sie dort gut mit dem Schlitten durch das Tal ziehen kann. Und es ist auch pure Freude, einfach mal in ein unberührtes Schneefeld zu springen und einen Schnee-Engel zu machen. 
Schneeschuh-Wanderer und Skitourengänger kommen im Bärgunttal ebenso voll und ganz auf ihre Kosten - perfekte Bedingungen, gute Wege und ein traumhaft schönes Bergpanorama machen Touren hier zu einem ganz besonderen Erlebnis. 


Gemütliche Einkehr auf der Bärgunthütte

Nach ca. 40 Minuten überquert man den Bärguntbach, den Ursprung der Breitach, und erblickt nach wenigen Metern die wunderschön gelegene Bärgunthütte, die seit den 1930er-Jahren bewirtschaftet und seit 1992 von Sabine Ott und ihrem Bruder Wolfgang Ott betrieben wird. 
In den 1930er-Jahren kamen die Leute noch zum Skifahren ins Bärgunttal, kehrten nach dem Skikurs noch auf der Hütte ein, bevor sie dann abends wieder aus dem Tal hinausliefen. Heute ist das anders, nun zählen Skitourengänger, Schneeschuhwanderer und Winterwanderer hauptsächlich zu den (Winter-)Gästen der Bärgunthütte, die das ganze Jahr über bewirtschaftet ist. 


Die Bärgunthütte im Winter
Sie liegt direkt unterhalb des mächtigen Widdersteins und ist daher ein sehr beliebtes Ausflugsziel für alle Gäste aus Nah und Fern. 



Bei schönem Wetter kann man auf der sonnenverwöhnten Terrasse Platz nehmen und sich die Sonne in den bereitgestellten Liegestühlen auf die Nasenspitze scheinen lassen. 
Auch viele Stammgäste kommen hierher und die Hüttenwirtin Sabine sorgt stets für gute Laune unter ihren Gästen. So ist sie beispielsweise gerne für einen kleinen Plausch oder ein paar lustige Anekdoten zu haben. Das kommt bei den Besuchern immer gut an und es wird dabei auch viel gelacht. 


Unterstützt wird Sabine von ihrem fleißigen Hütten-Team, die immer ein Lächeln und offenes Ohr für die Wünsche ihrer Gäste haben.

Feines aus der Hütten-Küche

Das Bärgunthütten-Team setzt auf regionale Produkte und bezieht diese z. B. auch aus dem Verbund der „Walser Buura“ (Walser Bauern). Sabine Ott bietet ihren Gästen außerdem auch eine vegane Erbsensuppe oder Milchreis, der für Diabetiker geeignet ist, an. Jeden Tag werden feine Kuchen gebacken und eine reichhaltige Brotzeitkarte lässt das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen. Gar nicht so einfach, sich da zu entscheiden. Am Besten erstmal eine deftige Brotzeit mit Käse und Wurst, später noch ein Tässchen Kaffee und feinen Kuchen - es ist bestimmt für jeden etwas dabei. 

Eine feine, heisse Gulaschsuppe - das tut richtig gut nach einer schönen Wanderung

Heimische Produkte kommen bei Sabine auf der Bärgunthütte zum Einsatz

Gedanken der Hütten-Wirtin

Wer mit der Hütten-Wirtin Sabine ins Gespräch kommt, merkt sofort: Sie hat das Herz am rechten Fleck! Ihr Leitsatz: „Trage stets die Sonne im Herzen, dann musst du sie nicht am Himmel suchen.“ 
Und genau dies macht die Bärgunthütte aus. Man kommt an, fühlt sich sofort willkommen und das Team verbreitet eine herzliche Wärme, die den Alltagsstress vergessen lässt. Hochmotiviert und fleißig arbeitet das Team zusammen. Während in der Küche Brotzeiten und Getränke vorbereitet und ausgegeben werden - auf der Hütte gibt es „freundliche Selbstbedienung“ - behält Sabine den Überblick, packt in der Küche mit an, kümmert sich um ihre Gäste und organisiert den Tagesablauf.
Für ihren Bruder Wolfgang, der Alphirt auf der Bärgunthütte im Sommer über ist, steht das Vieh im Vordergrund, hütet es, prüft deren Gesundheit, repariert Zäune und ist mit allen weiteren Aufgaben eines Älplers voll beschäftigt. Im Sommer obliegt ihm die Fürsorge für ca. 250 Stück Jungvieh, 8 Milchkühen, 4 Geissen und 16 Pferden. Man kann sich vielleicht vorstellen, welch große Arbeit und Verantwortung dahinter steckt. Von Mitte Juni bis 19. September verbringt Wolfgang dann die Zeit mit zwei Helfern auf der Hochalpe auf über 2000 m.



Und so hat jeder seine Aufgaben, um die Bärgunthütte ganzjährig in Betrieb zu halten. 
Für Sabine gehört es außerdem auch dazu, ihren Gästen den Wert der wundervollen Natur im Bärgunttal zu vermitteln. „Natur spüren, Pausen machen, in sich gehen“. Dies alles trägt zu einem großen Erholungswert bei, den wir alle so schätzen und genießen. 


Auf dem Rundweg zurück nach Baad

Nach ein paar gemütlichen, lustigen und erholsamen Stunden auf der Bärgunthütte verabschieden wir uns von Sabine und ihrem Team und machen uns langsam auf den Rückweg nach Baad.

Der Bärguntbach - Ursprung der Breitach
Da die Bärgunthütte an einem Rundwanderweg liegt, entscheiden wir uns nun für den Rückweg entlang des Bärguntbaches, dessen Wasser klar und geräuschvoll talwärts fließt. Da die Winter-Sonne etwas tiefer steht, genießen wir nun die Blick in den strahlend blauen Himmel und die tief eingeschneite Winterlandschaft. Gut gelaunt und erholt kommen wir wieder am Parkplatz in Baad an wissen eines ganz genau: 

Hier kommen wir ganz bestimmt wieder einmal her und kehren gerne bei Sabine auf der schönen Bärgunthütte ein.

Und hier noch ein paar Informationen für Euch:

Öffnungszeiten Bärgunthütte Winter:

Im Dezember - Januar geöffnet: 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Februar - April geöffnet:         10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ab Mitte Januar Donnerstag:     Ruhetag! (nur im Winter!)

Im Sommer täglich geöffnet:      10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Die Bärgunthütte ist ganzjährig geöffnet!

Und wer noch weitere Informationen über aktuelles, Bilder usw. sehen möchte, klickt sich einfach auf die Seite der Bärgunthütte *KLICK*.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Wandern und genießt diese einmalige, herrliche Region im schönen Kleinwalsertal.

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
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Januar 21, 2019

Winterwanderung zur Jugetalpe


Winterwonderland in wonderful Allgäu!


Meine lieben LeserInnen und Leser,

die Blogpause ist beendet und da wir jetzt endlich genügend Schnee haben, konnte ich mich nun wieder für Euch auf den Weg machen und habe wieder einen tollen Ausflugstipp für Euch parat.

Nachdem "wir Allgäuer" uns gleich zu Jahresbeginn mit übermäßig großen Schneemassen "abzukämpfen" hatten (man wusste teilweise gar nicht mehr, wohin mit dem vielen Schnee), so hat sich die Wetterlage nach 1,5 Wochen entspannt und Frau Holle hat sich wirklich alle Mühe gegeben, um unsere schöne Heimat - das Allgäu - in ein zauberhaftes weißes Winterkleid zu hüllen. 

Nun steht dem Winterspaß nichts mehr entgegen: Es geht "ab auf die Piste", ob mit Rodel, Schneeschuhen, Snowboard, Ski, Tourenski .... oder einfach nur zu Fuß!

Und so haben wir uns gestern auf den Weg gemacht und eine kleine, aber feine Wanderung zur Jugetalpe unternommen.



Wir haben unser Auto am Parkplatz "Schlettermoos" abgestellt und sind von dort aus durch den Wald losgewandert - natürlich mit dem Schlitten, denn Kinder - egal welchen Alters - lieben es doch, jede noch so kleine Abfahrt mit dem Rodel zu machen. 

Bei Kaiserwetter - strahlendem Sonnenschein, setzten wir Fuß vor Fuß und der Schnee knirschte nur so unter uns - einfach herrlich!


So schön - Winterwandern durch den dick eingeschneiten Winterwald



Perfekt präparierte Winterwanderwege lassen das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen

Auf bestens präparierten Wegen hat man keine Probleme, gut voranzukommen und wenn man einmal an einem Zaunstück vorbeigeht, sieht man erstmal, wie viel Schnee tatsächlich liegt. 

Aufi auf´n Berg


Zunächst laufen wir erst einmal hoch zum "Köpfle" und genießen die traumhaft schöne Aussicht in die Allgäuer Bergwelt. Es lohnt sich, einfach ein paar Minuten innezuhalten und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Und immer wieder stellt sich dabei natürlich auch die Frage: Welcher Berg ist das? "View Ranger" sei Dank, kommen wir dem "Rätsel" meist doch recht schnell auf die Spur. Klingt vielleicht etwas absurd, aber durch die verschiedenen Jahreszeiten und Lichteinwirkungen wirken Berge immer anders und man muss sich zunächst einmal orientieren.. aber den "Wächter des Allgäus - den Grünten", den kennt man einfach immer *lach*. 


Kleines Gipfelglück am "Köpfle" 
Weiter gehts nun in Richtung Jugetalpe, die ihren Winterbetrieb noch bis Ende März fortführt. Geöffnet ist sie allerdings nur am Wochenende von Freitag bis Sonntag, am Freitag gibts hausgemachte Kässpatzen *mmhhhh - lecker*. 


Die Jugetalpe liegt auf 1010m zwischen Immenstadt und Missen und wird von Sebastian Wölfle und seiner Frau betrieben. 


So viel Raum.... um einen eigenen Platz für die eigenen Spuren zu finden

Wir setzen uns vor die Alpe in die Sonne und genießen ein paar leckere Gaumenfreuden - natürlich hausgemacht und gönnen uns einige Momente Pause inmitten traumhaft schöner Natur-Idylle.

Seit diesem Winter sind wir auch gerne mal mit sog. "Grödeln" unterwegs - das sind Steigeisen,
die für einen festen Tritt sorgen - sehr empfehlenswert!
Leckere Krautschnupfnudeln auf der Jugetalpe
Pappsatt und frisch gestärkt halten wir noch einen kurzen Plausch mit der Hüttenwirtin, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.


Die Jugetalpe ist zudem auch idealer Ausgangspunkt für viele weitere schöne Touren, egal ob Sommer oder Winter... hier lohnt es sich immer herzukommen, auch wenn der Tag schon etwas fortgeschritten ist. 

Spaß für Groß und Klein - Winter im Allgäu
Rodeln - Spass ist, was Ihr draus macht!
Für mich ist es auch sehr wichtig, dass unsere Kinder weiterhin den Bezug zur Natur pflegen, sie sich dafür interessieren und auch spüren, was "Heimatgefühl" bedeutet. Ja, manchmal wird da schon ein wenig diskutiert, denn "Pubertiere" igeln sich - wie ja weitläufig bekannt ist - gerne eine Weile in ihren vier Wänden ein.... *lach*. Aber dann, wenn sie sich aus ihrem "Bau" heraustrauen, kommt der Spaß von ganz alleine und es gibt immer viel zu lachen, zu entdecken und natürlich zu genießen.

www.herzallgaeuerliebst.de .... Spuren im Schnee!
"Eigen-Werbung", die von Herzen kommt :) und so kleine Botschaften im Schnee sind immer wieder hübsch anzuschauen: Von kleinen Schnee-Engeln über Herzen, Liebesschwüre und.. ja auch Hinweise auf meinen Allgäu-Blog, ist alles mit dabei. Der Winter eröffnet uns immer wieder ganz neue Einblicke und Facetten, kreativ zu werden.. wie schön!


Unser Rückweg führt uns an der Siedelalpe vorbei, von der aus wir noch einmal die wunderschöne Aussicht über den Alpsee in die Allgäuer Berge genießen!


Und so machen wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Schlettermoos-Parkplatz, vollgetankt mit Frischluft und wunderschönen "Herz-Momenten" gehts wieder nach Hause.


In diesem Sinne wünsche ich Euch, dass auch Ihr die Zeit findet, öfter mal das zu tun, was Euch am Herzen liegt, was Euch guttut und Euch neue Energie für den Alltag verleiht. Wir sind keine "Maschinen", auch wenn wir viel zu oft einfach nur "funktionieren" müssen. Dabei sollten wir aber nie vergessen, dass es auch an uns selbst liegt, was wir aus unserem Leben machen, mit wem und was wir unsere Zeit verbringen wollen. 

Glücksmomente wie diese sind Nahrung für unsere Seele - also, tut das worauf Ihr Lust habt und erfreut Euch am Leben - ihr habt nur Eins!

Kommt gut in die neue Woche!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia

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