Oktober 18, 2017

Herzallgäuerliebst & Zapf on Tour | Alatsee im Ostallgäu


Letztes Wochenende zog es mich - seit langem mal wieder - ins Ostallgäu. Begleitet hat mich bei diesem Ausflug Benjamin Zapf von Be-Lichtet | Benjamin Zapf Fotografie. Schon (für meine Verhältnisse am Wochenende) früh, ging es los Richtung Alatsee, aber ich muss sagen, umso früher, umso besser. 

Warum das so ist, sieht man erst, wenn man wieder am Parkplatz zurück ist und die vielen vielen Autos dort stehen sieht (ja, wir waren nicht einzigen, die das Mega-Wetter in den Allgäuer Alpen genutzt haben :) )

Der Parkplatz liegt direkt am See und man kann wunderbar drumherum spazieren.



Gerade jetzt im Herbst leuchtet das Laub der Bäume ganz besonders schön.



Für einen Fotografen dürfte die Tageszeit wohl wegen des Lichtes im Vordergrund stehen. So eignen sich die ganz frühen Morgenstunden oder die Abendstunden ganz besonders gut. Auch spielt das Wetter natürlich eine große Rolle. Während Naturliebhaber, Wanderer es schön finden, bei strahlend blauem Himmel loszuziehen, so "Spechten" Fotografen eher auf ein paar Wolken, die den Bildern mehr Tiefe geben und es zudem interessanter machen. 



An diesem Tag war jedoch weit und breit keine Wolke zu sehen. Benjamin hatte dafür seine Drohne mit dabei und ließ diese über den Alatsee fliegen... die Höhe bleibt geheim *zwinker*, aber die Bilder, die dabei entstanden sind, sind einfach fantastisch. Darauf wirken Seen im Allgäu beinahe wie in der Karibik (ich sag´s immer wieder: Warum in die Ferne schweifen, wenn das... *lach*). 

Ich muss sagen, es macht wirklich richtig viel Spaß, mit einer Drohne zu fliegen und dadurch eröffnen sich völlig neue Perspektiven, die einen staunen lassen und einfach nur begeistern! 









Und das sind dann die Bilder, die dabei entstehen:

Drohnenbild Alatsee Ostallgäu by Benjamin Zapf 
Sieht das nicht FANTASTISCH aus? Bilder aus Perspektiven, die wir ohne Drohne nicht erreichen können. Einfach atemberaubend schön. Der Alatsee liegt herrlich eingebettet inmitten bunter Laubwälder... was erst durch diesen Blickwinkel so richtig sichtbar wird.

Das Fotografieren stand an diesem Tag aber dann doch irgendwie im Hintergrund. Aber ich habe die Gelegenheit genutzt und mich mit Benjamin über´s fotografieren unterhalten... ich merkte dabei schon: Ich brauche einfach mehr Zeit, um mich damit auseinanderzusetzen und zu befassen - ganz nach dem Motto "learning by doing" .. Aber: ich bleib dran!

Wir sind dann noch gemütlich zur Saloberalpe hochgelaufen und sind dort noch eingekehrt. 


Auf dem Weg zur Salober-Alpe

Blick zum Aggenstein









Auf dem Bild oben ist natürlich nicht die Salober-Alpe zu sehen, aber genau dieser Ausblick war es, den ich als erstes zu sehen bekam, als wir dort oben angekommen waren.

Das Wetter war traumhaft und da zischt so ein Radler einfach hervorragend :)... die Terrasse füllte sich dann doch recht schnell und wir beschlossen, noch etwas weiter zu laufen. Dabei haben wir uns für den Rundweg entschieden, der auf der anderen Seite oberhalb des Weissensee´s verläuft und einem am "Vier-Seen-Blick" eine fantastische Aussicht bietet. 

Auch hier haben wir die Drohne nochmals fliegen lassen.... auch sehr zur Begeisterung so manchen Wanderers, die interessiert stehengeblieben sind, mehr dazu wissen wollten und dem Flug der Drohne folgten. 
Ja und eine nette ältere Dame hat die Drohne sogar als "Spielzeug" bezeichnet... nun ja, dass dem nicht so ist, kann sich wohl jeder denken! Ein wenig schmunzeln mussten wir dabei schon :).


Vier-Seen-Blick

Wenn jetzt noch die Bäume hinter dem Schild weg wären - wäre der Ausblick "perfekt"! 


Auf dem Rückweg kamen wir dann nochmals am Alatsee vorbei, wo wir wieder prompt angesprochen wurden.... Nun ja, wer so eine Kamera wie Benjamin dabei hat, weckt schon das Interesse eines manchen "Hobby-Fotografen"... *zwinker*.



Der Blick über den See ist wirklich schön und wenn dann noch die Gegebenheiten für richtig gute Bilder da sind, wird der Alatsee zu einem absolut wundervollen Motiv.

Abschließend darf ich an dieser Stelle schon mal verraten: In Kürze wird es hier bei mir im herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog einen Gastbeitrag von Benjamin Zapf geben und darauf dürft Ihr Euch richtig freuen, denn das tu ich nämlich auch!

Wünsche Euch einen schönen Tag und genießt das wundervolle Herbst-Wetter, besser geht nicht!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
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Oktober 11, 2017

Psssst..... nur noch 50 Tage bis....


... zum 1. Dezember, an dem sich das 1. Türchen des Adventskalenders öffnet!


Meine lieben Herzallgäuerliebst-LeserInnen und -Leser,

ich weiß, wir haben "erst" Oktober und an Weihnachten mag man irgendwie noch gar nicht so recht denken. Dennoch ist eine gute Vorbereitung manchmal "Gold wert", um entspannt in die bevorstehende besinnliche Adventszeit zu starten. Hektisch wird es nämlich ganz von selbst: Geschenke besorgen, Weihnachtsmärkte besuchen, Weihnachtsfeiern (meist nicht nur 1), Weihnachtspost schreiben, und und und... daher mache ich mir jetzt schon Gedanken, was man schenken kann, wie die Weihnachtspost dieses Jahr aussehen soll und hole mir Ideen zur Gestaltung eines Adventskalenders, den wir ja alle - Groß und Klein - so lieben und uns die Wartezeit bis Weihnachtszeit versüßt.

Die neue Ausgabe der "Allgäuerin" ist endlich da und darin wird es so richtig "lecker und süß"...

Wenn auch Ihr eine Idee für einen Adventskalender für Eure Liebsten sucht, dann hab ich hier genau das Richtige für Euch:


Foto: Mareen Kurray
Obstkisten liegen nach wie vor im Trend und ich bin immer wieder fasziniert, was sich daraus alles hübsches machen lässt. 
Wenn Ihr Euch noch erinnert, habe ich vor zwei Jahren diesen tollen Adventskalender gebastelt und mit kleinen Kostbarkeiten gefüllt. Wenn Ihr Euch reinblickt, findet Ihr auch die Anleitung dazu. 

In der Allgäuerin wird es jetzt so richtig fein und ich habe für Euch drei der 24 leckeren Adventsüberraschungen ausgesucht und das Rezept dazu gibt´s obendrein. 


Überraschung #1


Foto: Mareen Kurray

Orangen-Pistazien Trüffel

Zutaten für 9 Stück (für 220 ml Glas)

100 g Zartbitterschokolade, 25 g Sahne, 5 g Butter, ½ EL Orangenlikör, 2 EL gehackte Pistazien
Zubereitung

Die Schokolade mit der Sahne und der Butter im Wasserbad schmelzen, zuerst die Butter untermischen (evtl. für Rezept Nr. 6 1,5 od. 3 EL beiseite stellen), dann den Likör unterrühren. Zugedeckt über Nacht kühl (aber nicht im Kühlschrank) fest werden lassen. Neun kleine Trüffelkugeln rollen und in den gehackten Pistazien wälzen. 

(Text: Mareen Kurray)

Mmmmhhh.. da freut man sich so richtig, das 1 Gläschen zu öffnen und daraus zu naschen, nicht wahr?

Weiter geht´s mit Glas # 13:


Foto: Mareen Kurray

Weiße Schokoladensterne mit Cranberries

Zutaten für 1 Glas à 160 ml

50 g weiße Schokolade, 20 g getrocknete Cranberries
Zubereitung

Die Schokolade fein hacken und dreiviertel der Schokolade im Wasserbad schmelzen, vom Herd nehmen, restliche Schokolade einrühren bis sie geschmolzen ist. Die Cranberries hacken und auf die Hälfte der Mulden einer Silikon-Pralinenform verteilen, Mulden mit der Schokolade auffüllen. Etwas an der Form rütteln, damit sich die Schokolade gut verteilt. Die Schokoladensterne erkalten lassen, evtl. kühl stellen, dann aus der Form lösen und in das Glas füllen. 

(Text: Mareen Kurray)

Die weißen Schokoladensterne sehen so hübsch aus, fast zu schade, um hineinzubeissen. 
Aber sie nicht zu essen, wäre noch mehr schade, da einem eine richtige Köstlichkeit entgehen würde.

Zur Weihnachtszeit kommen auch selbst gemachte Marmeladen und Liköre immer sehr gut an... darum noch die 

Überraschung für Tag #14:


Foto: Mareen Kurray

Spekulatiuslikör

Zutaten für 1 Fläschchen à 100 ml
75 ml Sahne, 25 g Zucker, ½ TL Spekulatiusgewürz, ½ Vanilleschote, 25 ml Weinbrand
Zubereitung

Die Sahne mit dem Zucker, dem Gewürz und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote und der Schote aufkochen, abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Durch ein feines Sieb ab sieben, den Weinbrand unterrühren, dann in das Fläschchen füllen.

(Text: Mareen Kurray)

Also da läuft einem doch richtig das Wasser im Munde zusammen und man freut sich direkt auf die nächste leckere Überraschung, die einem die Zeit bis Weihnachten versüßt, findet Ihr nicht?

In der neuen Ausgabe der Allgäuerin (Klick) findet Ihr alle weiteren Rezepte für den "Süßen Adventskalender", mit dem Ihr Eure Liebsten, Freunde oder liebe Menschen überraschen und verwöhnen könnt.

Auch wenn es noch ein paar Tage bis zum 1. Dezember hin sind, so freue ich mich schon heute sehr auf diese schöne und herzliche Zeit, in der es immer so leckeres zu "schnabulieren" gibt, uns wahre Gaumenfreuden bevorstehen und die Weihnachtsbäckereien ihre Türen öffnen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim stöbern in der "Allgäuerin" und viele Freude beim zubereiten dieser feinen Köstlichkeiten. 

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
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Oktober 02, 2017

Feierabend-Runde am Höllritzer-Eck | Gunzesrieder Säge


... ja, diesen Sommer war ich richtig "fleißig" und (im Vergleich zum Vorjahr) doch öfter (im Rahmen meiner Möglichkeiten) in unseren wundervollen Allgäuer Alpen unterwegs.

Dabei waren "geplante" Touren ebenso dabei, wie "Spontan-Ausflüge" nach dem Motto "einfach mal machen - könnte ja gut werden!".

Vor Kurzem habe ich mich mit meinen lieben Kolleginnen nach Feierabend auf den Weg ins Gunzesrieder Tal gemacht und sind dort hinauf auf´s Höllritzer Eck und hinüber zum Bleicherhorn gelaufen, dann wieder zurück zur Alpe Höllritzer Eck - ein richtig schöner Rundweg.



Wenn der Tag schon etwas "fortgeschrittener" ist, kann man direkt bis zum Parkplatz der Alpe Höllritzer Eck hinauffahren und von dort aus weitergehen. 

Ganz gemütlich geht´s zuerst immer geradeaus mit einer nur sehr leichten Steigung (es bleibt also genügend Atem zum "ratschen" *lach*). Nach kurzer Zeit beginnt dann der einfache Aufstieg zum Gipfel. Trotzdem rate ich - wie immer - festes Schuhwerk zum wandern an! (Wie man sieht, sind hier feste Turnschuhe bei trockener Witterung mit guten Profil ausreichend!)


Ich finde es immer schön, immer mal wieder anzuhalten und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Wieder ein neuer Blickwinkel hinüber zu unserem "Wächter des Allgäus" - dem Grünten. Weitläufige Fluren prägen hier das Landschaftsbild und da noch kein Almabtrieb gewesen ist, hört man die Glocken der grasenden Kühe - oifach schee :).


Gerade im Herbst prägen sie beinahe hauptsächlich das landschaftliche Bild der Alpen: die Silberdistel.. man merkt schon, die "wanderbare Zeit" neigt sich dem Ende entgegen.


Oben angekommen heißt es erstmal.... hinsetzen, Aussicht genießen und ...


... sich einen kleinen "Gipfel-Schnaps" gönnen *zwinker*. Und natürlich durfte auch der Eintrag ins Gipfelbuch nicht fehlen. Wie gut, wenn man dann ein "Talent zum Dichten" dabei hat - Dankeschön Tanja! :)


An diesem Tag war es so schön ruhig, nur zwei Wanderer, die uns entgegenkamen, ansonsten "Idylle" pur... daher liebe ich es auch, auf Wegen zu laufen, die man nur "ohne Bahn" erreichen kann ;-).


In der Mitte des Bildes sieht man die Alpe Höllritzer Eck und.....


... diese hübschen "Damen" sind dort zuhause - neugierig wie immer.....


Und dieser Weg führt vom Bleicher Horn wieder hinunter... Wie schon gesagt, diese Runde ist perfekt für Kurzentschlossene geeignet oder wenn nicht mehr ganz so viel Zeit für größere Touren ist. Natürlich kann die Tour hier auf weiter ausgedehnt werden.... dieses vielleicht dann im nächsten Jahr.


Und nach ca. 2 gemütlichen Stunden auf´m Berg, Sonnenschein, toller Aussicht und jeder Menge Spaß, ließen wir den schönen Tag noch auf der Alpe Gerstenbrändle beim Kässpatzen-Essen mit Live-Musik ausklingen.... perfekt!

Es war ein richtig schöner und lustiger Tag/Abend... mal sehen, wo es uns das nächste Mal hinzieht. A bissl Zeit bleibt ja noch *hurra*!.

Herzallgäuerliebste Grüße und eine schöne Woche wünscht Euch 

Eure Saskia
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September 25, 2017

Viehscheid auf der Alpe Derb


Immer wieder gerne kehre ich zu einer meiner liebsten Alpen in unserem schönen Allgäu zurück und freue mich immer sehr, bekannte Gesichter zu sehen. Meist verbinden wir diesen Besuch mit einer schönen Wanderung durch den Halder-Tobel, die ich jedem wirklich ans Herz legen kann, denn hier ist man der Natur einfach ganz nah.

In diesem Jahr habe ich Martina und Lino - Alpwirte auf der schönen Alpe Derb aber aus einem ganz anderen Grund besucht:

Es war Viehscheid-Zeit und für die 14 Kühe, die dort ihren Alpsommer verbracht haben, hieß es wieder Abschied nehmen und zurück ins Tal zu kehren.


Der Viehscheid dürfte wohl einer der kleinsten im Allgäu sein, aber genau das ist es, was diesem Ereignis einen ganz besonderen Charme verleiht.
Familie Möslang - von jung bis alt - hat sich für diesen Tag herausgeputzt - nicht nur sich selbst, sondern auch die Kühe, für die ein richtig schöner Kopfschmuck angefertigt wurde.


Anders, wie bei manch anderen Alpen, bekommt hier nicht nur 1 Kuh einen prächtigen Kopfschmuck, sondern hier werden alle für den "großen Tag" besonders aufgehübscht, das hat mir sehr gut gefallen. 

Natürlich war die Euphorie über den Abzug auch unter den Tieren ganz deutlich zu spüren und als es für sie auf die Weide ging, haben leider manche von ihnen den Kopfschmuck auch schon wieder verloren. Aber es war die reinste Freude, ihnen zuzusehen, wie sie auf die Weide regelrecht "galoppierten".


Da wird gesprungen, geboxt und die Schellen begleiten diese "bunte Treiben" auf der saftigen Wiese.... dann heißt es, nochmal einen kräftigen Schluck aus dem Brunnen und dann geht´s auch schon los:



Hier ist natürlich eine gute Zusammenarbeit gefragt, denn die Tiere schieben schon auch gehörig an.



Mit strammen Schritt geht´s hinunter Richtung Ettensberg, wo auch bereits Zuschauer am Straßenrand auf die Rückkehr gespannt warten.



Und das wachsame Auge dieses jungen Burschen gibt Acht, dass keines der Tiere unbeabsichtigt im Garten eines Anwohners marschiert :).


Und dann ist's auch schon geschafft - alle Kühe kommen gesund und wohlbehalten am Scheidplatz an.


Was für ein schöner Tag und ein tolles Erlebnis. Wir freuen uns schon auf den nächsten Alpsommer... bei dem wir ganz bestimmt wieder die Alpe Derb besuchen.... für eine leckere Brotzeit, feinen Kuchen, eine kühle Erfrischung oder einfach einen netten Plausch! 

Wer noch auf der Alpe Derb einkehren möchte, kann dies noch bis zum 15. Oktober 2017 tun, dann schließt sich ihre Türen... bis nächstes Jahr im Mai!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
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September 19, 2017

Pfrontner Viehscheiddäg


Einen wunderschönen guten Morgen liebe Allgäu-Freunde!

Die herzallgäuerliebste Blog-Pause ist nun zu Ende und es geht bereits mit "Vollgas" in den "Wander-Herbst" hinein.
Mit dem Ende der Ferien haben auch die Viehscheid-Tage bei uns im schönen Allgäu begonnen und alles ist wieder auf den Beinen, um vom "Alpsommer" Abschied zu nehmen.

Meine heutige Gastbloggerin und Freundin - Birgit von der Ostallgäuer LebensArt - war ebenfalls bei den Pfrontner Viehscheidtagen dabei und hat dabei ein paar Bilder für Euch eingefangen. Und ich freue mich sehr, dass sie heute bei mir im Blog zu Gast ist. Viel Spaß mit ihren Bildern.

Liebe Seitenbesucher,

die Viehscheid im Allgäu ist ein schöner Brauchtum und schon fast ein Muss als Einheimischer zumindest auf dem im eigenen Ort stattfindenden Almabtrieb dabei zu sein. 
Auch in meinem Heimatort Pfronten wird die Viehscheid gefeiert, mit den sogenannten "Viehscheiddäg", in der Woche vor dem großen Abtrieb kann man im Ort schon verschiedene Veranstaltungen besuchen u. a. dem Schmied beim Herstellen einer Kuhglocke zusehen, aktiv beim Kranzbinden helfen und somit in den Brauchtum eintauchen.


Am 09. September ist es dann endlich soweit, die Viehscheid beginnt in Pfronten-Dorf, dort kommen die Schumpen aus dem Achtal


eine halbe Stunde später kommen dann die Schumpen aus dem Vilstal, begleitet von der Musikkapelle ...


Die Hirtinnen und Hirten haben sich fesch rausgeputzt und sind glücklich darüber, dass sie ihrer Leitkuh die kunstvolle Krone aufsetzen durften, das heißt nämlich, dass der Herde im Alpsommer nichts passiert ist




Ca. 450 Schumpen werden durch den Ort getrieben und danach am Scheidplatz durch die Hirten „geschieden“ so dass dann jeder Bauer seine Schumpen wieder heil zurück ins Winterquartier, dem warmen Stall, bringen kann. Anschließend wird dann im Festzelt gemeinsam gefeiert und auf das Ende des Alpsommers angestoßen.  Schön war´s!

... werde das Läuten der Kuhglocken auf den Bergwiesen schon ein bisschen vermissen 🙂 aber wir sehen/hören uns im Frühjahr ja wieder...




Vielen Dank für diese wundervollen Impressionen vom Pfrontner Viehscheid, liebe Birgit.
Ich denke, jeder der schon einmal auf einem Viehscheid war, kann diese Gefühl nachvollziehen: Die Schellen, dieses knistern, das in der Luft liegt - der Alpsommer sagt "pfiat Eich - bis zum nächsten Jahr" und wehmütig blickt man den Tieren nach, die über den Sommer auf den Alpen grasen und das schöne Allgäu zu dem machen, was es nunmal ist:

Ein wunderschöner Ort zum Ruhen, Seele baumeln lassen, erholen und genießen!

Ich wünsche Euch einen schönen Wander-Herbst und hoffe sehr, dass wir noch ein paar schöne Tage haben, damit ich nochmal losziehen und ein paar Bilder knipsen kann.

Bis dahin... eine gute Zeit!

Herzallgäuerliebste Grüße 

Eure Saskia
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September 04, 2017

Herzallgäuerliebste Blog-Pause



Meine lieben herzallgäuerliebsten LeserInnen und Leser,

nun ist es auch für mich an der Zeit, eine kleine Blog-Pause einzulegen, die Seele baumeln zu lassen, neue Kraft für neue Projekte zu schöpfen und einmal richtig durchzuschnaufen.

In vielen Bundesländern hat bereits die Schule wieder begonnen, hier in Bayern haben wir mehr als die Hälfte nun geschafft.

Nun freue ich mich darauf, einfach mal in den Tag zu leben... spät frühstücken, lang im Schlafanzug rumhüpfen, überlegen, was man heute denn machen könnte, Ausflüge in unsere schöne Allgäuer Bergwelt machen, Freunde treffen, Möbel anmalen, mit BERGSCHÖN durch die Alpen wandern, liegengebliebenes aufarbeiten, Radtouren machen, Picknicken oder einfach mal nur an einem schönen Plätzchen ein leckeres Eis schmatzen.


Ich bin mir sicher, dass dabei auch ein paar schöne Blogbeiträge für den Herbst entstehen werden *zwinker*. Denn ich habe mich bereits wieder auf den Weg gemacht...

Ich wünsche auch Euch eine schöne, erholsame Zeit und hoffe, dass Ihr auch nach meiner BlogPause bei mir im herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog wieder vorbeischaut :).

Denn ohne Euch, wäre mein Blog nicht das, was er heute wäre! Ein herzallgäuerliebstes DANKESCHÖN dafür!

Herzallgäuerliebste Grüße und bis Bald

Eure Saskia




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August 28, 2017

Besuch auf der urigen Alphütte Gschwenderberg


Das schöne als "Allgäuer" ist, das man ziemlich schnell dahin kann, wo einen pure Erholung, Natur und eine Auszeit vom hektischen Alltag erwarten.
Und so habe ich vormittags noch gearbeitet und mich dann nachmittags auf den Weg nach Gschwend am schönen Alpsee bei Immenstadt gemacht, um dort zur Alpe Gschwenderberg, die auf 1075 m oberhalb des Alpsees liegt, zu wandern.



Am großen Parkplatz in Gschwend stell ich also mein Auto ab, orientier mich noch kurz an der Info-Tafel, wo ich bin und wohin ich will und laufe dann auch schon los.

Der Weg ist anfangs etwas steiler und mit groben Geröll durchsetzt, aber trotzdem gut begehbar. Wer Wanderstöcke hat, kann diese hier bestens zum Einsatz bringen (ich habe meine - wie immer - natürlich zuhause liegen lassen *schmoll*).

Am Beginn des Weges liest man ein Schild "50 Gehminuten zur Alpe Gschwenderberg" - lasst Euch gesagt sein: Das ist seeehr großzügig kalkuliert, denn ich habe gerade mal knapp 25 Minuten gebraucht (und nebenzu ja auch noch fotografiert). Aber ehrlich gesagt war ich darüber sogar ziemlich froh, denn es war ziemlich heiss und der Schweiss stand mir eh schon auf der Stirn.
Daher ist es umso erfreulicher, dass beinahe der ganze Weg durch den schattigen Wald führt und es etwas angenehmer beim Aufstieg macht. 
Und wer sich ab und an mal umdreht, kann die Aussicht - die der Wald manches Mal freigibt, auf den Alpsee genießen. 



Und schon nach kurzer Zeit, als ich die Wald-Lichtung erreicht habe, sehe ich sie schon:

Die Alpe Gschwenderberg - hurra!



Es ist schon einiges los und die Gäste haben sich ein schönes, schattiges Plätzchen auf der Alpe gesucht, und lassen sich Kuchen und Brotzeiten so richtig schmecken.

Besser gehts nicht:



Der "Brunnenkühlschrank" der Alpe Gschwenderberg lädt die Gäste zur Selbstbedienung ein und auch ich gönn mir gleich mal einen erfrischenden kühlen "Russ" - lecker!
Dazu ein Pläuschchen mit Nicht-Einheimischen, Ausblick zum Gschwenderberg genießen - herrlich!
Und natürlich sollte sich keiner die leckeren Brotzeiten und anderen "Highlights" der Alpe entgehen lassen - es lohnt sich! :)

Quelle: Alpe Gschwenderberg - deftig und guat essa!
Schräghag auf der Alpe Gschwenderberg


Edelweiss
Dann statte ich Laila, der Hüttenwirtin in der Küche einen Besuch ab und unterhalte mich ein bisschen mit ihr. Ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt, wie souverän und geduldig die fleissigen Mädels Laila und Chrissi auf dieser urigen und über 300 Jahre alten Alpe, das Tagesgeschäft wuppen - einfach klasse! Chrissi und Laila kümmern sich im Sommer um die Alpe neben dem täglichen Einkehr-Betrieb auch um 35 Schumpen, 2 Schwarznasenschafe, Hühner, 1 Schwein und einen Kater und werden dabei von ihren Familien unterstützt. Ich würd sagen, das sind "echte Mädels, die mit anpacken können"!

Quelle: Alpe Gschwenderberg - links Chrissi und daneben Laila
Ich habe Laila ein paar Fragen für Euch gestellt:


Wie lange sind Chrissi und Du schon Sommer-Pächter auf der Alpe und was hat Euch dazu bewegt, dies zu machen?

Also ich habe die Alpe in der dritten Saison gepachtet. Chrissi ist den ersten Sommer mit oben.
Nach dem Studium habe ich im Allgäu nicht gleich einen Job gefunden. Zu dem Zeitpunkt habe ich dann erfahren, dass die Alpe im Sommer frei wird. Da ich zu dem Zeitpunkt schon mit meinem heutigen Mann zusammen war und dessen Eltern einen Grünlandbetrieb in Immenstadt haben, und die mir ihre Unterstützung zusicherten, habe ich es gewagt. 

Ihr betreut auf Eurer Alpe 35 Schumpen, fällt es Euch schwer, im Herbst zur Viehscheid wieder von ihnen Abschied zu nehmen?

Ja und nein. Man freut sich im Winter und im Frühjahr auf die Alpsaison, aber im Herbst freut man sich auch wieder auf ein „anderes“ Leben.
Zum Teil sind es auch die Schumpis von unserem eigenen Hof daheim. Und somit habe ich sie auch den ganzen Winter! Aber man bekommt schon eine ganz andere Beziehung zu den Tieren: und ich freue mich jedes mal wenn ich daheim im Stall bin, und eine Kuh wiedererkenne die als Schump bei mir auf der Alpe war.

Ich stelle es mir sehr anstrengend vor: Tagsüber Wanderer und Gäste zu verköstigen und zudem auch noch die Alpe zu unterhalten und Euch um die Tiere zu kümmern. Macht ihr das alles alleine oder greift Euch ab und an mal jemand unter die Arme?

Ja auch bei uns geht es nicht immer ohne Männer *zwinker*. Letztes Jahr konnte ich auch noch mehr selbst machen, aber jetzt mit dem 5 Monate alten Zwerg muss  sich mein Mann schon viel mehr ums Vieh kümmern. Das „Alltäglich“ kriegen wir Weiber schon hin, aber wenns ans Umtreiben, Entwurmen oder Mähen geht, kriegen wir nicht nur von meinem Mann hilfen, sondern auch von Chrissis Freund, meinem Papa, oder Schwiegerpapa.
Und an vollen Tagen muss auch mal meine Mama oder Schwester beim Spülen oder Kindsmagda herhalten!

Was macht Eure Alpe aus, so dass Ihr sagt, ein Besuch der Alpe Gschwenderberg sollte unbedingt auf die To-Do-Liste eines jeden „Allgäu-Liebhabers“?

Unsere Alpe ist eine der ältesten Alpen im Allgäu. Und vor Allem ist sie noch recht ursprünglich erhalten. Man kriegt einen kleinen Einblick, wie es vor 100 Jahren ausgesehen haben muss.
Zudem sind wir leicht vom Parkplatz in Gschwend zu erreichen. Auch mit kleinen Kindern kann man die Tour wagen, und ein Spielplatz mit einem echten-alten Traktor hebt vielleicht auch die Motivation der Kleinen.


Vielen Dank liebe Laila! :)

Hier wird alles mit ganz viel Herzblut gemacht und außerdem wird´s auch hand-gemacht. Daher sollte man schon a bissl Zeit mitbringen und etwas Geduld haben (gerade wenn viel los ist). Schließlich ist man hier auf der Alp und nicht in einem "Fast-Food-Restaurant" - nicht wahr? :) 

Die Einrichtung ist ebenso urig und am liebsten hätte ich von allen Raritäten Einzelaufnahmen gemacht, denn wo findet man sowas heute denn noch, wenn nicht auf einer Alpe, die auf eine solch beeindruckende Geschichte zurückblicken kann?




Zitat Laila Lange: "Die Alpe ist so alt, da passten früher die Immenstädter alle mitnand am Sonntag auf die Terrasse".



Viel altes Holz, uriges und gemütliches Ambiente machen die Alpe Gschwenderberg aus. Aber nicht nur das: Auch der Ausblick ist einfach herrlich. Inmitten der Allgäuer Berge gelegen, außer Naturgeräuschen und dem Läuten der Kuhglocken ist nichts zu hören - Natur pur!



Nach einem wirklich netten Schwätzchen und der erholsamen Pause mache ich mich nun wieder auf den Rückweg. Nehme hierzu aber einen anderen Weg und mache die kleine Tour so zu einem Rundweg.



Vorbei an der Hochberg Alpe biege ich nach einigen Metern am rauschenden Wasserfall nach links durch den Wald hinein ab und komme nach einigen Metern wieder dorthin, wo ich auch schon zur Alpe aufgestiegen bin. 


Kuh-Bussi

Wasserfall kurz vor dem Parkplatz in Gschwend
Insgesamt war ich 2 Stunden unterwegs und jetzt wissen "Nicht-Allgäuer" auch, warum wir Allgäuer es außerdem auch so schätzen, hier zu wohnen - wir können uns ganz einfach ganz schnell mal eine kleine Auszeit nehmen und die wundervolle Vielfalt der Allgäuer Alpen genießen und so neue Energie schöpfen. Aber: es ist auch schön und gut zu wissen, wo man hinkann, um es sich gutgehen zu lassen, z. B. in einen Urlaub zu uns ins schöne Allgäu *zwinker* :).

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia




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